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Wahlen in deutschen Parteien drehen sich selten um die Frage, wer das Rennen macht. Meist ist die Höhe der Zustimmung die einzig spannende Frage. Bei der CSU geht es jedoch am Freitag und Samstag in Nürnberg zuerst einmal darum, wer gewählt. An zweiter Stelle steht jedoch die Frage nach der Höhe. Dies gilt vor allem für Parteichef Horst Seehofer, der vor zwei Jahren 88 Prozent erzielte. Dem Vernehmen nach will er auch nicht mehr erzielen.
Für CSU-Verhältnisse sind 88 Prozent kein besonders gutes Resultat. Doch Seehofer wird von der Basis nicht unbedingt innig geliebt. Allerdings sitzt er derzeit fest im Sattel, nachdem Karl-Theodor zu Guttenberg sich zurückgezogen hat. Noch vor einem Jahr galt der Baron als Messias der CSU, und es war sogar spekuliert worden, ob er in diesem Jahr Seehofer ablösen würde.
Als „Watschn“ müssen dagegen Wahlergebnisse von 78 und 67 Prozent angesehen werden. Die hatte Verkehrsminister Peter Ramsauer zuletzt erzielt. Er kandidiert erneut als einer von vier Stellvertretern Seehofers. Völlig überraschend hat er nun Konkurrenz durch den Euro-Kritiker und Parteirebellen Peter Gauweiler bekommen. Da einzeln abgestimmt wird und Seehofer sowohl die Frauenquote von vierzig Prozent im Vorstand sowie den Regionalproporz einhalten will, kommt es zum Duell Gauweiler gegen |
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Ramsauer.
Seehofer unterstützt keinen der beiden Kandidaten, obwohl ihm Gauweilers Thesen nicht unwillkommen sein können. Gauweiler hat sowohl gegen den Maastrichter Vertrag als auch gegen den Euro-Rettungsschirm geklagt und beide Male verloren. Doch er gilt als profilierter Euro-Skeptiker. Und genau damit will er die absolute Mehrheit der CSU bei der nächsten Landtagswahl 2013 zurückholen. Mit seinem Kurs könne die CSU „haushoch“ gewinnen, erklärte Gauweiler.
Die Chancen stehen gut, dass Gauweiler das Rennen macht, da viele seine Kritik teilen und Finanzspritzen für Griechenland nicht sonderlich beliebt sind. So trifft Gauweiler auch die Stimmung in der Partei, wenn er fordert: „Wenn die Griechen ihre Demokratie nicht verkaufen wollen, müssen sie sich vom Euro trennen, zumindest auf Zeit.“
Der Leitantrag, den die CSU verabschieden will, sieht denn auch nicht viel anders aus. Darin heißt es: „Ist ein Mitgliedstaat nicht gewollt oder in der Lage, die Konvergenzkriterien dauerhaft zu erfüllen, muss die Möglichkeit bestehen, die Euro-Zone unter Aufrechterhaltung seiner Mitgliedschaft in der EU wieder zu verlassen.“ Dass Bundeskanzlerin Angela Merkel davon derzeit nicht viel hält, ficht Seehofer nicht an: „Sie weiß und akzeptiert, dass sie nur mit einem starken Bayern und einer starken CSU eigenen Erfolg haben kann.“
Auf der Strecke bleiben dürfte Ramsauer, der von |
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