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Thüringer Opposition erklärt Schonzeit für beendet
18.03.2009
Althaus will nach Ostern ins Amt zurückkehren

Es ist noch nicht einmal eine Woche her, da wählte die thüringische CDU ihren Spitzenkandidaten für die Landtagswahl am 30. August. Der nicht anwesende Althaus erhielt knapp 95 Prozent der Stimmen. Der thüringische Ministerpräsident war damals noch in einer Reha-Klinik am Bodensee, wo er ein Schädel-Hirn-Traum nach einem Skiunfall auskurierte. Für die Delegierten gab es eine schriftliche Botschaft, aber kein Video.

Umso grösser war der Ärger und auch die Verwunderung bei der Opposition, aber auch der eigenen Partei, als Althaus dann in der Montagausgabe der „Bild“-Zeitung mit einem ausführlichen Interview und einem großen Bild zu sehen war. Der CDU-Politiker Andreas Minschke reagierte irritiert: „Wenn einer gut aussieht auf Fotos, dann erwartet man von ihm, dass er zur Arbeit geht. Und wenn er schlecht aussieht, dann soll er auch keine Interviews geben.“

Für den politischen Gegner ist mit dem Montag-Interview, dem am Dienstag noch ein zweiter Teil folgte, das Ende der Schonfrist für Althaus gekommen. Für SPD-Chef Christoph Matschie hat Althaus damit den Wahlkampf eröffnet: „Wer Interviews geben kann, kann auch das Land regieren.“ Mitten in der Wirtschaftskrise müsse Althaus die Verantwortung übernehmen oder sich zurückhalten. "Dazwischen gibt es nichts. Einen Teilzeit-Ministerpräsidenten kann sich das Land nicht leisten.“ Der Chef der Links-Partei,
Bodo Ramelow erklärte, man könne es nicht länger hinnehmen, „dass Althaus seinen Skiunfall wie auf einer Operettenbühne inszeniert und gleichzeitig von uns verlangt, dass wir uns an Regeln der Fairness halten.“

Althaus sagte am Mittwoch, er könne die Kritik seiner Partei nicht verstehen. Er habe ausreichend mit seinen Parteikollegen kommuniziert. Gleichzeitig kündigte er sein politisches Comeback für die Zeit nach Ostern an. Solange wird Althaus noch ambulant betreut. Sein Arzt hatte bereits am Tag zuvor mitgeteilt, dass Althaus noch nicht wieder so belastbar sei, dass er jetzt schon in den Wahlkampf einsteigen könne.

Althaus ist nicht nur die größte Hoffnung der CDU in Thüringen. Er ist auch ihre einzige. Ohne ihn wären die Chancen der CDU gering, die seit 19 Jahren dauernde Regentschaft zu verteidigen. Den Umfragen zufolge wird die CDU jedoch ohnehin ihre Alleinherrschaft einbüssen, die Althaus mit 43 Prozent vor fünf Jahren knapp geschafft hatte. Zuletzt kam die CDU auf 39 Prozent. Die SPD, die derzeit nur von 18 Prozent gewählt würde, hätte nur zusammen mit der Links-Partei eine Chance, die CDU abzulösen. Dummerweise ist die Links-Partei aber stärker als die SPD, was sie zum Juniorpartner machen würde. Das aber lehnt Matschie ab.

Wie fit Althaus wirklich ist, wird der
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