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Es steht da, wo man es am wenigsten ver- muten würde - tief im Osten, in Magdeburg: Die Grüne Zitadelle, das Bauwerk von Friedensreich Hundertwasser, eine seiner letzen Bauten weltweit. Eröffnet ist es seit Oktober 2005 - und es lohnt einen Abstecher nach Magdeburg, auch und gerade, wenn das Wetter schlecht ist. Denn Shoppen kann man dort auch ....
Es sind Sommerferien und das Wetter ist miserabel. Baden, Sonne, Fahrradfahren fällt aus, da stellt sich die Frage - was nun? Hier eine Empfehlung für einen kurzen aber lohnenden Wochenendtripp: Die Grüne Zita- delle, das Hundertwasserhaus in Magde- burg.
Mitten in der Stadt gelegen, hat es 2005 Akzente in einer noch sehr von der DDR-Baukultur geprägten Stadt gesetzt. Über die Plattenbauten ringsum, ragten die goldenen Türme der Grünen Zitadelle und die ver- kehrsreiche und hässliche Hauptstraße direkt vor dem Bau bekam einen bunten An- ziehungspunkt, der das Auge beim Vor- beifahren fesselte.
Das ist lange her - und bis 2009 hat sich viel verändert in Magdeburg, dafür war aber vielleicht auch und gerade das Hundert- wasserhaus wichtig. Erbaut als Exot, hat das Bauwerk Mut zu weiteren Veränderungen der Stadt gegeben und so ist die Grüne Zitadelle mittlerweile in ein interessantes Stadtbild eingebaut, das als Gesamtwerk einen Wo- chenend-Tripp lohnt.
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Ausgesattet mit diversen Innenhöfen, in denen wiederum kleine Läden und Kaffees ihre Heimat gefunden haben, ist die Grüne Zitadelle nicht nur zum Bewundern und Fotografieren von Außen da, sondern sie lädt ein zum Bummel durch die farbenfrohen, runden kleinen Höfe und zum Shoppen in den durchaus lohnenswerten und einzig- artigen Geschäften.
Nach nur zwei Jahren Bauzeit entstand diese "Oase für Menschlichkeit und Natur in einem Meer von rationellen Häusern", so der Text des Entwurfs für das ambitionierte Projekt der Grünen Zitadelle. Die Architektur sei die 3. Haut des Menschen, meinte Friedensreich Hundertwasser, eine Haut, die jeder Mensch ebenso wie seine 1. Haut (die natürliche Haut) und seine 2. Haut (die Kleidung) nach seinem Willen auswählen und gestalten können muss.
So können die Mieter in der Grünen Zitadelle besipielsweise ihre Fensterfarben selbst aussuchen und die Rahmen bemalen. An den Plänen für die Grüne Zitadelle hat Hundertwasser noch bis kurz vor seinem Tod, am 19. Februar 2000, gearbeitet, fertiggestellt wurde es aber erst posthum. Die Idee für dieses Architekturprojekt verdankt die Stadt der Initiative der Wohnungsbau- genossenschaft "Stadt Magdeburg von 1954" eG., die 1998 einen ursprünglich hier stehenden Platten- bau von Hundertwasser umgestalten lassen wollte. Aus dem Umbau wurde dann ein Neubaukonzept.
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