Mit am Tisch sass der Dokumtenarfilmer Arndt Schaffner, der sich seit Tagen im Ort aufhielt. Der hielt nicht nur den Abriss im Bild fest, sondern baute später auch das Museum auf, für das sich die Mödlareuther am 3. September 1990 in einer gemeinsamen Dorfversammlung aussprachen.
Gut 60.000 Besucher kommen inzwischen alljährlich in das Freilichtmuseum, erläutert der heutige Museumsleiter Robert Lebegern. Während der Anteil bei den Erwachsenen gleichermassen auf Ost und West verteilt ist, stammen die Schulklassen zu achtzig Prozent aus dem Westen. Eine Erklärung hat Lebegern dafür nicht. Das Museum hat eine Etat von 300.000 Euro jährlich und beschäftigt drei fest angestellte Mitarbeiter.
„Ich finde es schon ein bisschen krank, wie das hier war, wie die Menschen weg gehalten wurden von ihren Verwandten auf der anderen Seite,“ antwortet ein 14-jähriger Schüler aus Bayreuth auf die Frage, was er von der Ausstellung halte. Er ist nicht zum ersten Mal hier. An diesem Tag haben ihn die Eltern erneut mitgenommen, um den Kindern zu zeigen, wie das einmal war. Die aus dem Osten stammende Mutter erinnert sich, dass das für sie früher einmal der „antifa- schistisch-demokratische Schutzwall“ war.
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