Der Unterschied spiegelte sich im täglichen Leben der Kolonien wieder: in Plymouth war die Kirche die wichtigste gesellschaftliche Institution. Vernachlässigte man das religiöse Leben, litt der gesellschaftliche Status. Die Bibel war nicht nur das zentrale religiöse Dokument, sondern diente auch als Grundlage für die Gesetze der Kolonie. Der Kirchgang war obligatorisch und die Schulbildung der Kinder diente hauptsächlich zum Zweck der religiösen Unterrichtung.
In Jamestown dagegen herrschte das Geschäftsleben vor. Religionsausübung wurde als private Angelegenheit betrachtet. Das Missionieren unter den Indianern, das in Plymouth eifrig betrieben wurde, war in Jamestown eher nebensächlich. Die „native Americans“ waren, wenn man nicht gerade miteinander im Clinch lag, eher eine Quelle für Nahrungsmittel. Schliesslich war man in Jamestown mit dem Anbau der Handelsware Tabak beschäftigt; der Anbau von Essbarem kam dabei oft etwas zu kurz. |
Wenn bis heute auch den meisten Amerikanern hauptsächlich die Geschichte der Pilgrims präsent ist, haben letztendlich beide Kolonien die USA tief geprägt: die Amerikaner sind bis heute vergleichsweise religiös und die Suche nach Chancen, Geschäft und Profit regiert noch immer ganz oben in der amerikanischen Gesellschaft.
Beim Aufbau des „American Dream“ in waren übrigens auch Deutsche dabei: Fünf ungenannte Glasbläser sowie Adam, Franz und Samuel. Sie bauten 1608 in Jamestown die ersten Häuser. Mit dem Problem der Immobilien“bubble“ mussten sie sich allerdings noch nicht befassen.
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