Wir wollen die erhaltenen Fragmente nicht durch das, was fehlt, zusammenbinden, sondern durch Material, das, bei Vermeidung von Imitation, dem Ganzen Ordnung und den Teilen Bedeutung zurückgibt,“ so Chipperfield zu seinem Vorgehen.
Als durchgängiges Material wählte Chipper- field vorgefertigten Beton, mit dem Böden, Decken und Wände gestaltet wurden, teils als Last tragende Struktur, teils als Ver- kleidung. So auch in der Treppenhalle, in der der hellgraue Betonkunststein in großen rauen Blöcken die Treppenwangen bildet.
Natürlich kann man über das Neue Museum nicht schreiben, ohne Nofretete zu erwähnen. Sie hat einen eigenen Raum für sich bekommen und trohnt als Königin nun würdig inszeniert im Halbdunkel unter einem einzigen, sie hervorhebenden Lichtstrahl, über den Schätzen des Neuen Museums. Sie wirkt wie eine Königin und Hüterin der Vergangenheit und Zukunft zugleich - und man hat fast den Eindruck: Es gefällt ihr gut.
 Nofretete im Neuen Museum

Aber auch hier gilt: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte - einfach hingehen! Alle Museen der Berliner Museumsinsel haben über die Feiertage geöffnet, und zwar von 10 bis 14 Uhr. |
Am 1. Januar sogar bis 18 Uhr. Allerdings, um es gleich zu sagen, es werden wegen des Besucherandrangs Zeitkarten zu bestim- mten Eintrittszeiten vergeben. In der Regel im Halbstundentakt. Erhältlich sind die Tickets im Ticketwagen vor dem Museum (pinkfarben ausgeschildert). Die Karte kostet für Er- wachsenen 10 Euro.
Wer sich darüber hinaus für weiterbildende Literatur zum Neuen Museum interessiert:
Zur Restaurierung des Neuen Museums: „Das Neue Museum Berlin“; E. A. Seemann Verlag (29,90 €). Detaillierte Einblicke in die Restaurierungsarbeit werden hier ebenso geboten wie kurze Abrisse zur Geschichte des Gebäudes.
Oder der Museumsführer des Prestel Ver- lags, der ausgewählte Exponate nach Ebenen geordnet vorstellt und einführend die Geschichte des Museums Revue passieren lässt. Die schön gestaltete, reich bebilderte Publikation kostet 12,95 €.
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