Am 26. und 27. März findet der 3. Heldenmarkt im Berliner Postbahnhof statt. Die Messe möchte die Lücke zwischen dem Bedürfnis vieler Menschen nach Anregungen für einen nachhaltigen Lebensstil und einem Angebot hierfür schließen.
Beim Heldenmarkt finden Besucher Informationen zu Möglichkeiten nachhaltigen Verhaltens im Alltag. Darüber hinaus haben sie Gelegenheit Produkte einzukaufen, die oft nur in Online-Shops oder an vereinzelten Orten angeboten werden.
Bereits im vergangenen Jahr haben zwei erfolgreiche Veranstaltungen gezeigt, wie groß das Interesse am Thema nachhaltiger Konsum ist. 5.000 Besucher und 102 Aussteller aus dem ganzen Bundesgebiet, Österreich und der Schweiz waren beim 2. Heldenmarkt im November dabei. Bereits jetzt laufen im Team um Heldenmarkt-Initiator Lovis Willenberg die Vorbereitungen für die 3. Messe auf Hochtouren. Die vielen Anmeldungen auch etlicher neuer Aussteller bestätigen die Entscheidung den Heldenmarkt zweimal jährlich durchzuführen. Ziel der Messe ist vor allem jungen Unternehmen mit „grünen Ideen“ und innovativen Produkten eine Plattform zu bieten. Die Vielfalt an Möglichkeiten nachhaltigen Handelns im Alltag macht der Heldenmarkt so für die Besucher erlebbar.
Nachhaltigkeit als Leitprinzip
Für die Zulassung der Aussteller wendet der Heldenmarkt strenge Kriterien an. „Viele Bewerbungen müssen wir ablehnen, weil sie den von uns angelegten Prinzipien der Nachhaltigkeit nicht ausreichend entsprechen“, sagt Lovis Willenberg. |
So sind bei Lebensmitteln auf dem Heldenmarkt ausschließlich Bioprodukte zugelassen. Naturfasertextilien müssen ebenfalls Bio-Qualität haben. Neben Angaben etwa zu Fairhandels-Zertifizierungen werden bei der Zulassung auch die Anteile an recycelten Materialien bei den Produkten erfasst.
Das Spektrum der Messe reicht von Bio- und Fairtrade-Produkten, Grüner Mode, nachhaltigen Geldanlagen und Öko-Strom bis hin zu alternativer Mobilität und nachhaltigem Reisen.
Am Anfang standen ein paar Turnschuhe
Zur Entwicklung des Heldenmarktes erzählt Initiator und Veranstalter der Messe, Lovis Willenberg, 37: „Alles begann vor gut fünf Jahren mit einem Bild von einem Paar Turnschuhen im Greenpeace Magazin. Die sahen total cool aus, und sie bestanden zu 99% aus recycelten Materialien. Doch in Deutschland gab es die nirgendwo zu kaufen. Also habe ich sie selber importiert und mit weiteren Bio- und Fairtrade- Schuhen und -Klamotten in meinem Plattenladen angeboten. Ich habe dann immer weiter geschaut, was es an Produkten und Herstellern in dem Bereich gibt. Dabei habe ich festgestellt, da gibt's richtig schicke Sachen. Und genau das möchte ich beim Heldenmarkt zeigen: Schaut her, was es da alles gibt: Schöne, kreative, intelligente Produkte, die ressourcenschonend sind. Und bei deren Herstellung und deren Handel Menschen würdig behandelt werden.“
Messe mit Rahmenprogramm
Im Vortragsprogramm wird unter anderem Tanja Busse, die Autorin der |