Seit knapp einer Woche hat Axel Berg nachgelegt. Ein neues Plakat, ähnlich einfach, hat den Text:" Axel Berg verschon sie mit Politiker-Bla-Bla". Diese Plakate folgen seinem Motto, das er von Wehner übernommen hat: "Ihr müsst orientieren statt irritieren." Axel Berg mag klare Aussagen, geht auch in die Kontroverse und sucht den direkten Kontakt mit seinen Münchner Wählern. Mit einem "Bürgerbus" tourt er durch Schwabing, parkt an Straßenecken und stellt sich den Fragen und der Kritik der Bürger: "Ich weiß besser als jeder andere, wie meine Wähler ticken."
Klar und schnörkellos deshalb auch seine Kampagne. Axel Berg ist auch der erste und einzige Sozialdemokrat, der nach Willy Brandt nur mit seinem Vornamen wirbt. Bislang erfolgreich. Die neuen Plakate appellieren an die Wähler des Münchner Nordens, anders zu sein als der Rest des Landes und wieder einen SPD Direktkandidaten zu wählen, es ist eben "fast schon Ehrensache".
Eigen und schnörkellos, so ist auch die Website von Stephan Triller. Sie hat gerade mal ein paar Zeilen Text, einen grauen Hintergrund und keine Fotos. Wer Triller en- gagieren will, muss ihn kennen lernen und ist dann meist überzeugt. Aber die mini- malistische Homepage und die un- gewöhnliche Tatsache, dass über Stephan Trille so gut wie gar nichts im Internet zu finden ist, schreckt manche auch ab. So war Triller auch schon für Wahlkämpfe bei anderen Parteien in der Endauswahl, die zogen aber dann doch zurück. Kann man einem solchen Büro, einem solchen Mann eine ganze Kampagne anvertrauen? Kann der das? Er kann. Und Axel Berg setzt auf ihn.
|