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Hollands Rechtspopulist zeigt verbotenen Anti-Islam-Film
05.03.2010
Geert Wilders
In Holland darf er ihn nicht zeigen, denn er hat ihm einen Prozess wegen Volksverhetzung eingebracht: Der Anti-Islam Film "Fitna". Der Rechtspopulist Geert Wilders wird diesen Film aber am Freitag in Großbritannien zeigen. Er wurde dazu von zwei Angehörigen des britischen Oberhauses eingeladen. Genau der mediale Auftakt, den Wilders nach seinem Kommunalwahlsieg braucht.

Vor einem Jahr haben die Briten ihn noch mit einen Einreiseverbot daran gehindert, diesen Film in Großbritannien zu zeigen: Am Freitag aber ist es soweit. Mit dem Verweis auf Meinungsfreiheit kann er seine "Islam-ist-Gewalt-Thesen" nun verbreiten. Derzeit be- findet sich Geert Wilders auf der politi- schen Überholspur.

Die Kommunalwahlen in den Niederlanden galten als Stimmungstest für die Parla- mentswahlen in drei Monaten. Er hat dabei grandios abgeschnitten. Nun ist auf dem Sprung in die Regierung. Umfragen zufolge ist Wilders PVV-Partei zweitstärkste, wenn nicht stärkste Kraft. Zwar ist fragwürdig, ob er selbst bei einem Sieg den Regierungsauftrag erhält. Aber schon ein Bündnis mit Wilders als Innen- oder Justizminister stellt Brüssel vor die Frage: Was tun mit einem Land, in dem ein Regierungspartner den Islam mit Faschismus gleichsetzt, den Koran mit Hitlers Mein Kampf vergleicht und dem 16 Monate Haft drohen?

Die Faktoren, die zu Wilders Aufstieg bei- getragen haben, sind kein Holland-spezi- fisches Phänomen: eine Zuwanderungs- politik, die ihren Namen nicht verdient, sub- jektive Ängste vor Überfremdung, Wirtschafts- krise, steigende Arbeitslosigkeit und Krimi- nalität. Angesichts dieser Probleme und fehlender Konzepte von Seiten der Traditions- parteien fallen ausländer- und islamfeind- liche Parolen auf fruchtbaren Boden.

Der europäische Umgang mit Wilders wird damit auch ein Paradefall für den Umgang mit jenen Rechtspopulisten in Europa. Sankt- ionen wie jene gegen Österreich sind jedenfalls keine Option - das zeigen die Lehren aus dem Jahr 2000. Langfristig kann dieser Art von Rechtspopulismus nur durch eine dringend notwendige Zuwanderungs- politik begegnet werden.
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3 Kommentare
 
1) Man muss diesen nazi-Terroristen einsperren, damit die niederlande nicht wie damlas Deutschland in den nationalsozialismus fällt.

Der Hass gegen Muslime in diesem Land ist genauso zu vergleichen und hat die gleichen Parallelen wie die Hetze gegen die Juden damlas.
Man darf nicht erst warten bis wieder unzählige Unschuldige Menschen ermodet werden wegen solchen dreckigen Volksverhetzern!
Kommentar von PI-Nazis einbuchten! | 05.03.2010 @ 14.13 Uhr
 
2) Wieso Rechtspopulist? Seit wann ist jemand der sich gegen Judenhass und für Frauenrechte einsetzt rechts? Anti(islam)Faschist wäre das richtige Wort!

und ist er schon veruteilt oder darf man inzwischen alle angeklagten Menschen verleumden?

Ich für meinen Teil gelte dann lieber als rechts, bevor ich Kinderehen, Holokaustbefürworter und eine Religion tolleriere die der Meinung ist, unverhüllte Frauen seien minderwertig!

Kommentar von Hibiskus | 05.03.2010 @ 13.12 Uhr
 
3) Der Film Fitna ist verboten worden? Seit wann das denn???

Und was Wilders` Vergleiche betrifft: Es ist sicher problematisch, sowas auszusprechen - aber dummerweise hat er mit vielem Recht. Ein Grund mehr, ihn zu wählen.

Kommentar von Max | 05.03.2010 @ 08.57 Uhr
 
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