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Leichnam Rosa Luxemburgs möglicherweise in der Charité
29.05.2009
Charité
Sie ist die Ikone der Linken und war die be- deutendste Vertreterin der deutschen Arbeiter- bewegung: Rosa Luxemburg. Zusam- men mit Karl Liebknecht wurde sie im Januar 1919 von rechtsradikalen Freikorps in Berlin ermordet. Jetzt ist vermutlich ihr Leichnam in der Rechtsmedizin der Berliner Charité gefunden worden, meldet der Spiegel vorab.

Krieg, SPD, Gefängnis, KPD-Gründung, Pro- motion, Spartakusaufstand, Mißhandlung und Ermordung. Das Leben der Rosa Luxemburg war geprägt durch die revolutionäre Zeit gegen Ende des Ersten Weltkriegs. Sie war eine herausragende Frau, promoviert und politische engagiert, eine Wortführerin der Linken - und genau deshalb so gefährlich. So wurde sie am 15. Januar 1919 von rechten Freikorps verhaftet, im Hotel Eden in Berlin mißhandelt und anschließen auf einem LKW von vier Angehörige des Freikorps ermordet. Ihre Leiche wurde in den Landwehrkanal geworfen und erst im Juni desselben Jahres gefunden und angeblich begraben.

Nun sieht es aber so aus, als ob sie in der Rechtsmedinzin der Berliner Charité auf- gefunden worden wäre. Der Chef der Rechtsmedizin, Michael Tsokos, vermute, dass es sich bei der Wasserleiche ohne Kopf, Hände und Füße um den Leichnam der Arbeiterführerin handele, berichtete der Spiegel vorab. Die Tote weise verblüffende Ähnlichkeiten mit der realen Rosa Luxemburg auf, so Tsokos laut Spiegel.

Eine Untersuchung des Leichnams im Com- putertomographen erbrachte, dass die bis- lang unbekannte Tote zum Zeitpunkt ihres Todes zwischen 40 und 50 Jahre alt war, an Arthrose litt und unterschiedlich lange Beine hatte. Rosa Luxemburg war 47, als sie er- mordet wurde. Sie litt unter einer ange- borenen Hüftverrenkung und einer daraus re- sultierenden Beinlängendifferenz.

Der Rechtsmediziner Tsokos bezweifelt, dass die wahre Rosa Luxemburg jemals be- graben wurde. Das Protokoll der Obduktion Luxemburgs vom Juni 1919 weise Unge- reimtheiten auf, Tsokos laut Spiegel. Das Protokoll der damaligen Rechtsmediziner halte fest, dass die untersuchte Leiche weder einen Hüftschaden noch unterschiedlich lange Beine hatte.



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