Was den Schweizern ihre Cervola und den Frankfurtern ihre Wiener ist den Berlinern ihre Currywurst. 70 Millionen verspeisen die 3,5 Millionen Hauptstädter davon alljährlich. Damit nicht genug eröffnet am Wochenende auch noch ein Currywurst-Museum in der Stadt an der Spree, die sich rühmt, die Currywurst erfunden zu haben.
Ein Teil der Ausstellung an der Schützenstrasse 70 in der Nähe des legendären ehemaligen Grenzübergangs Checkpoint Charlie (Friedrichstrasse) wird auch Herta Heuwer gewidmet sein, die 1949 erstmals ihren Curry-Ketchup anrührte, den sie zehn Jahre später als „Chillup“ patentieren ließ. Lange Jahre stritten die Berliner mit den Hamburgern, die diese Erfindung ebenfalls für sich reklamierten.
Dabei beriefen sich die Hanseaten auf die inzwischen auch verfilmte Novelle „Die Entdeckung der Currywurst“ des Autors Uwe Timm. Der hat aber deutlich gemacht, dass es sich bei seiner Erfinderin Lena Brücker um eine erfundene Figur handelt. Das hat die Hamburger allerdings nicht davon abgehalten, ihr 2003 am Großneumarkt eine Gedenktafel zu widmen.
Im Berliner Currywurst-Musem ist die Currywurst aber nicht nur zu bestaunen. Man kann sie auch essen, wobei man sich als erstes für „mit“ oder „ohne“ entscheiden muss. Die Berliner unterscheiden zwischen bockwurstartigen Würsten mit Darm und weißwurstartigen ohne Darm. Im Museum werden derartige Delikatessen |
wahlweise auch mit Blattgold serviert.
(www.currywurstmuseum.de)
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