Mitarbeiter, die mit einer vergleichbaren Einstellung wie die Hertha-Spieler im Spiel gegen den 1.FCK agieren, werden zum Mitarbeitergespräch gebeten oder erhalten gleich eine Abmahnung. Sollte die Einstellung auf Anweisungen des unmittelbaren Vorgesetzten beruhen, müssen die entsprechenden Maßnahmen durch die nächste Ebene mit dem Vorgesetzten besprochen werden. So verfahren erfolgreiche Unternehmen. Hertha auch?
Hoffentlich ist die Angst bei den Hertha Verantwortlichen vor solchen Gesprächen nicht zu groß. Wie anders sollte man die lächerliche Antwort des Trainers interpretieren, dass die Mannschaft müde sei. (Entschuldigung für den unsachlichen Einschub: Er sieht immer so aus, ja das stimmt.) Was sollen denn die Mannschaften sagen, die 6-10 Spiele zu diesem Zeitpunkt mehr absolviert haben oder die, die unter großem Verletzungspech leiden?
Die Hertha Mannschaft schwankt bedenklich auf das Ende der Hinrunde hin. Eine Leistung gegen die Zweitliga-Mannschaft des 1.FCK ist eben nur genau dieses: Zweitligareif. Mit wahnsinnig viel Glück hat Hertha in Kaiserslautern noch einen Punkt gerettet. Vom Ergebnis her, mag dieses noch eine „4 minus“ sein. Von der Leistung war es einfach nur: Mangelhaft; bis auf den Torhüter bei allen Mannschaftsteilen.
Neben allen spielerischen Mängeln, die man bei einem Aufsteiger am ehesten noch verzeihen kann, ist es vor allem die körperliche Verfassung, die zu großen Sorgen Anlass |
gibt. Regelmäßig machen alle Mannschaften, vor allem Kaiserslautern, aber eben auch Freiburg und Leverkusen nach einem Championsleague-Spiel, in der letzten halben Stunde des Spiels einen wesentlich frischeren Eindruck als Hertha. Ist da alles bei der Konditionsarbeit in Ordnung?
Hoffentlich verscheucht ein Sieg über Schalke meine trüben Gedanken!
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