Ein Konsortium um den britischen Ölkonzern BP wird in den kommenden fünf Jahren mehrere Milliarden Euro in die Erschließung von Ölfeldern vor der Küste Schottlands investieren. Die britische Regierung erteilte am Donnerstag die Genehmigung für ein Projekt im Rahmen der Erschließung des sogenannten Clair-Ölfeldes.
In dem Projekt, an dem auch die Ölkonzerne Shell, ConcocoPhillips und Chevron beteiligt sind, sollen westlich der Shetland-Inseln zwei neue Ölplattformen errichtet werden. Diese sollen bei Produktionsbeginn 2016 über 40 Jahre lang täglich bis zu 120.000 Barrel Rohöl vom Meeresgrund fördern. Das Konsortium um BP will den Angaben zufolge in den kommenden fünf Jahren fast zehn Milliarden Pfund (11,4 Milliarden Euro) in die Projekte zur Ausbeutung der Öl- und Gasvorräte in der Nordsee investieren. BP übernimmt mit vier Milliarden Pfund fast die Hälfte der geplanten Kosten.
Der britische Premierminister David Cameron erklärte aus Anlass der Projektgenehmigung, Großbritannien verfüge über "fortschrittliche Technologien, erstklassige Fähigkeiten und Expertise" zur Erkundung der Ölvorräte in der Nordsee. |
BP kämpft immer noch mit den finanziellen Folgen der Explosion seiner Ölbohr-Plattform "Deepwater Horizon" im Jahr 2010 im Golf von Mexiko. Bei der schlimmsten Ölpest in der Geschichte der USA kamen elf Arbeiter ums Leben, hunderte Millionen Liter Öl gelangten ins Meer. Der Konzern will durch den Verkauf von Anteilen bis Jahresende umgerechnet rund 22 Milliarden Euro aufbringen, um die enormen Kosten der Katastrophe und eventuelle Forderungen aus Schadenersatzklagen bedienen zu können.
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