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Zugang zu Trinkwasser ist ein Menschenrecht
29.07.2010
Entscheidung der UN-Vollversammlung
Im Vorfeld wurde kontrovers debattiert, doch jetzt ist entschieden: Der Zugang zu Trinkwasser ist ein Menschenrecht.

Über 1 Milliarde Menschen haben bereits heute keinen oder keinen ausreichenden Zugang zu sauberem Trinkwasser. Wachsende Bevölkerungszahlen und schlechtes Management der Wasserressourcen verschärfen die Situation kontinuierlich.

Umso wichtiger scheint die Entscheidung der Vereinten Nationen vom gestrigen Abend, den Zugang zu sauberen Trinkwasser als ein Menschenrecht zu erklären.

"Wir befinden uns zunehmend in einer weltweiten Wasserkrise. Daher war es höchste Zeit den Zugang zu sauberem Trinkwasser für alle Menschen auf der Erde in einer UN-Resolution zu verankern", sagt Dorothea August, WWF-Expertin für Wasserressourcenmanagement. "Das Menschenrecht auf sauberes Wasser weltweit ist ein großer Schritt. Damit wird auch die Verantwortung für das Management der natürlichen Wasserressourcen neu und erweitert verankert. Wer allen Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser ermöglichen will, kann dies nur durch den Schutz der Wasser-Ökosysteme erreichen."

Besonders wichtig ist, dass Gewässer und Wasserressourcen endlich grenz-überschreitend gemanagt und bewirtschaftet würden. Denn "nur intakte Ökosysteme können die für uns Menschen überlebensnotwendigen Dienstleistungen erbringen", so August. Die jetzt verabschiedete UN-Resolution dürfe daher nur ein erster Schritt sein.
"Wir brauchen völkerrechtlich verbindliche Resolutionen und endlich eine Umsetzung der Internationalen UN-Konvention zu einem grenzübergreifenden Management on Wasserressourcen", fordert WWF-Expertin August.

Diese UN-Konvention ist als rechtlich bindender Rahmen für die Bewirtschaftung grenzüberschreitender Süßwasservor- kommen, wie etwa Flüsse, Seen oder Grundwasser gedacht, wurde allerdings bis heute nicht ratifiziert.

Obwohl unser Planet zu mehr als 70 Prozent damit bedeckt ist, wird Wasser zunehmend ein knappes Gut. Denn gerade mal drei Prozent dieser gewaltigen Mengen sind Süßwasser, und wiederum nur ein Drittel davon ist für die menschliche Nutzung erreichbar.
Michael PohlMichael Pohl, pohl@tagesblick.de
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