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Der UEFA-Cup ist tot, an seine Stelle tritt nun die Europaliga, und ihr Name ist Programm: der Cup-Charakter früherer Jahre lässt sich allenfalls noch erahnen, eine künstlich aufgeblähte Vorrunde verheißen Reibach und Langeweile.
Was waren das für Pokalschlachten, als es noch von Beginn an hieß: Top oder Flop - k.o. System vom ersten Spiel an. Der deutsche Meister spielte noch im Pokal der Landesmeister, die nächst platzierten Teams durften im UEFA-Cup ran und der DFB-Pokalsieger gab sich im Pokal der Pokalsieger die Ehre. Feiertage statt Massenware. Leider, leider warf das System zu wenig Geld ab. Was gab es nicht alles für Änderungen in der Zwischenzeit, um den vermeintlich so unattraktiven Cup lukrativer attraktiver zu machen. Irgendwann durften aus Deutschland bis zu drei Teams in der Champions League ran, was den Namen nicht nur ad absurdum führte sondern Franz Beckenbauer wohl auch dazu brachte, den UEFA-Cup als Cup der Verlierer zu bezeichnen. Das ist wahre Wertschätzung. Nur blöde, dass sich seine Bayern direkt im Anschluss lediglich für ebendiesen Pokal der Verlierer qualifizieren konnten.
Zurück zur Europa-Liga: man müsse den UEFA-Cup interessanter gestalten, war wohl die einhellige Meinung der Vereins-Oberen und der UEFA. |
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Sie meinten natürlich finanziell interessanter, aber das darf man ja so nicht sagen, weil man ja keine Kunden verprellen will. Denn es geht ja gar nicht mehr um die Fans und die Liebe zum Spiel, das hat ja Karl-Heinz Rummenigge ziemlich deutlich gemacht, als er die Fans des FC Bayern als Kunden bezeichnete. Wenn wir es insgeheim nicht sowieso schon wussten.
Die Europa-Liga geht also folgendermaßen vonstatten: in vier Qualifikationsrunden, die erste davon fand bereits Anfang Juli statt, kämpfen die Teams nach dem k.o.-System um den Einzug in die Europaliga. Aus der Qualifikation werden 37 Teams hervorgehen, zu denen der Titelverteidiger und die zehn Gescheiterten aus der Champions-League-Qualifikation hinzustoßen, die das Los dann schließlich auf 12 Gruppen mit je vier Teams verteilt.
Jede Mannschaft spielt im Hin- und Rückspiel gegen die anderen drei, das Prinzip ist aus der „Champions“-League bekannt. Macht schon mal acht sichere Spiele, Klaus Allofs und Dietmar Beiersdorfer wird es freuen; Michael Preetz sicherlich nicht so sehr, der weint noch der Champions-League hinterher, die seine Herthaner grandios im Schlusspurt und beinahe kampflos in Karlsruhe hergaben.
Der Gruppenerste und -zweite sind dann dabei, wenn die k.o.-Spiele endlich losgehen. |
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