Mit 163 Metern Länge hat sie den bisherigen Spitzenreiter, die Yacht „Dubai“ von Scheich Muhammad ibn Raschid al-Maktum um genau einen Meter übertrumpft. Doch die „Eclipse“ ist nicht nur die größte Privatyacht der Welt. Sie ist mit ziemlicher Sicherheit auch die teuerste. Ihr Preis wird auf 400 bis 800 Millionen Euro geschätzt. Der Hersteller, die Werft Blohm + Voss in Hamburg, macht dazu keine Angaben.
Auch der künftige Besitzer hüllt sich in Schweigen. Roman Abramowitsch, russischer Multi-Milliardär und u.a. Besitzer des Londoner Fußballclubs FC Chelsea, will angeblich einen Preisnachlass von mindestens 80 Millionen. Hintergrund sind Streitereien um die Ausstattung und eine verspätete Auslieferung.
Die Inneneinrichtung stammt von dem englischen Designer Terry Disdale und soll 200 Millionen Euro verschlungen haben. Dafür ist das Wohnzimmer jetzt mit Rochenhaut, Leopardenfell, Flusskieseln, riesigen Fossilien und versteinerten Bäumen ausgestattet. Elf Suiten sind auf den neun Decks untergebracht sowie ein Kino, ein Operationssaal, ein Pool, eine Disco, ein U-Boot, zwei Hubschrauberlandeplätze, vier Motorboote und 20 Jet-Skis. Blitzlichtsensoren sollen Paparazzi abhalten. Angeblich ist sogar ein Raketenabwehrsystem eingebaut worden. James Bond lässt grüßen.
Der Streit geht nun darüber, was Sonderausstattung und was nicht ist. Zudem hat es bei den ersten Probefahrten technische Probleme gegeben, was die Auslieferung verzögert hat. Eigentlich hatte |
Abramowitsch schon im Sommer mit seiner Yacht zur Fussball-WM nach Südafrika fahren wollen. Inzwischen kursieren bereits Spekulationen, dass Abramowitsch die Yacht gar nicht mehr haben wolle. Schliesslich verschlingt die Yacht täglich 80.000 Euro an Haushaltsgeld. Und vielleicht muss man bei Milliardärs angesichts von Wirtschafts- und Finanzkrisen inzwischen den Gürtel auch etwas enger schlingen - zumal wenn man sechs Kinder hat und sich gerade erst einen echten Francis Bacon für 57 Millionen und einen Airbus A340-300 für 200 Millionen geleistet hat. |