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„Lieberose zeigt die ungeheure Dynamik der erneuerbaren Energien, die ein zentraler Beitrag zum Klimaschutz sind und Hunderttausende neue Arbeitsplätze schaffen,“ lobte Außenminister und SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier im Vorfeld den größten Solarpark, der den bisherigen Spitzenreiter Waldpolenz bei Leipzig auf Platz 2 verdrängt. Wurden in Waldpolenz 40 Megawatt im Jahr erzeugt, werden es in Lieberose 53 sein. Das entspricht in etwa dem Bedarf von 15.000 Haushalten. Die umweltfreundliche Anlage wird jährlich rund 35.000 Tonnen des Treibhausgases Kohlendioxid einsparen.
Die 160 Millionen-Euro-Investition der Juwi Holding ist obendrein ein gelungenes Beispiel für die Konversion ehemaliger Militärflächen, von denen es in Brandenburg am meisten unter allen ostdeutschen Bundesländern gibt. Die Lieberoser Solaranlage wird auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz installiert, der mit 27.000 Hektar der grösste seiner Art in der ehemaligen DDR war. 1992 fand dort das letzte Panzerschiessen statt.
Heute sind dort viele seltene Tier- und Pflanzenarten wie etwa der Wiedehopf heimisch. Dennoch hält sich der Protest der Umweltschützer in Grenzen, wurden doch vor der Errichtung des Solarparks alle Reste an Kampfmitteln beseitigt. Zudem ist das Gelände nur für die Dauer von 20 Jahren an den Betreiber verpachtet. Danach soll die Anlage wieder abgebaut werden.
Heute sind in der deutschen Solarindustrie, die 2008 rund acht Milliarden Euro |
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umgesetzt hat, 70.000 Menschen beschäftigt. Bis 2020 will die Branche ihren Umsatz auf über 30 Milliarden erhöhen und 200.000 Mitarbeiter beschäftigen. Ob diese ehrgeizigen Ziele aber auch erreicht werden können, ist derzeit mehr als fraglich. Bislang war die Branche zweistellige Wachstumsraten gewohnt. Doch Rezession und Preisverfall hatten dem Boom Ende 2008 ein jähes Ende gesetzt. Im ersten Halbjahr 2009 ging die Talfahrt weiter. Allein der frühere Weltmarktführer Q-Cells aus Bitterfeld verlor im ersten Halbjahr 700 Millionen Euro. Aktien von Q-Cells, Solarworld und Solon verloren in dieser Woche bis zu 7,5 Prozent an Wert.
Grund für den Abschwung ist die Konkurrenz aus Asien. Vor allem China fördert seine Solarindustrie mit Milliarden. Dadurch können sie weitaus günstiger produzieren als ihre deutschen Konkurrenten. Chinesische Solarzellen kosten bis zu 30 Prozent weniger als deutsche Fabrikate, ohne qualitativ schlechter zu sein. Hinzu kommen weitere Anbieter aus Taiwan, Südkorea und Indien.
In Deutschland wird die Solarenergie durch das 2000 in Kraft getretene Erneuerbare Energiengesetz gefördert. Der Bau von Solardächern auf Privathäusern kann durchaus lohnenswert sein, da Solarstrom, der ins öffentliche Netz abgegeben wird, von den Stromanbietern mit 43,01 Cent vergütet werden muss. Bei Anlagen, die heute noch ca. 16.000 Euro für ein Einfamilienhaus kosten, liegt die Rendite |
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