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Bei der Einweihung der neue Anzeigetafel am Millerntor musste nur ein einziger Spielstand eingeblendet werden. Aufstellung, Ein- und Auswechselungen und die Rote Karte für Björn Brunnemann waren Highlights - mehr Knöpfe mussten nicht gedrückt werden. Die Videoleinwand wurde mit einem zinslosen Kredit des Schweizer Pauli-Fans Alwin Kaminski finanziert. Dass auf der Gegen- geraden anfangs die Lautsprecher streikten, veranlasste einige Anhänger zu dem Witz, dass die neue Videotafel wohl allen Strom absorbiere.
Am Anfang wie am Ende stand die Null. Allerdings für St. Pauli wie auch für die Löwen. Die Anzeigetafel wirkt optisch wie der alte (siehe Foto). Zwischen der neuen Süd- tribüne und der Gegengeraden aufgestellt, ist sie auch für fast alle Fans einsehbar. Schon vor Anpfiff der Partie zeigten diese, was sie von der Ansetzung des Spiels halten. Auf zahlreichen Plakaten war „Scheiß DSF“ zu lesen und dafür, dass diese altbekannte Botschaft auch verstanden wurde, sorgten die Ruf- und Gesangseinlagen. Wahrend bei Anpfiff vor fast 22.000 Zuschauern also die Stimmung zuversichtlich und kampfeslustig war, blieb das Geschehen auf dem Rasen tendenziell hinter den Erwartungen zurück. Das muss an der Erwartungshaltung liegen.
Wer glaubte, dass die Münchner auf Biegen und Brechen versuchen würden, ihre Auf- stiegsambitionen mit einem Auswärtssieg zu |
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untermauern, der musste sich vollends ent- täuschen lassen. Denn nach einem anfäng- lichen Sturm- und Drang-Strohfeuer der Gäste kam nicht mehr viel als gelegentliche Konterversuche gegen eine nicht immer stabil wirkende Pauli-Abwehr. Mehr als ein Mal tauchte mehr als ein Löwe ungedeckt vor dem Pauli-Kasten auf, um eine passende Flanke zu verwerten. Von 1860-Spielern durfte man an diesem Abend aber keine Präzi- sionsbälle in den gegnerischen Strafraum erwarten, so dass die Unaufmerksamkeiten ungestraft blieben. Was mit einem ruhenden Ball alles schief gehen kann, zeigte auf der anderen Seite St. Pauli bei mehrfachen Eck- stoßversuchen. Die Bälle flogen wahllos quer über den Platz, erreichten nicht ihr Ziel und mehr noch hatten wohl auch gar keins. "Ach Mist, wieder ein Eckball!", lautete der verärgerte Ruf eines Pauli-Fans, als der Linienrichter ein weiteres Mal gen Eckfahne deutete.
Aus dem Spiel heraus sah das schon wesentlich besser aus, obwohl die Bälle auf beiden Seiten der Begegnung zu lange gehalten wurden. Zu guten Torchancen kam es, wenn die Pauli-Kicker schneller spielten und nach ein oder zwei Kontakten abspielten, verlängerten und flankten. So beispielsweise ein tolle Hereingabe von Morike Sako, der einen Ball auf der rechten Außenseite erlief und sehenswert direkt in die Mitte beförderte. Gute Tormöglichkeiten gab es in der 13., 17. und vor allem in der 19. Minute, als es René |
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