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Die Grippewelle kommt vom Norden her
11.01.2009
Influenza
In Deutschland rollt die Grippewelle. Früher und anders als in den vergangenen Jahren, kommt sie von Norden in den Süden. Das Robert-Koch-Institut in Berlin empfiehlt eine Grippeimpfung für ältere Menschen.

Betroffen sind vor allem der Norden und Westen Deutschlands, also Schleswig-Hol- stein, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Hessen, Rheinland-Pfalz und Berlin.

Laut Experten ist es eher untypisch, dass sich die Grippe von Norden her ausbreite statt wie in den vergangenen Jahren von Süden her. Mediziner raten vor allem älteren Menschen und chronisch Kranken, sich auch jetzt noch impfen zu lassen. Vor allem in Familien, in denen ältere Personen und Kinder gemeinsam lebten, sollten sich die Großeltern unbedingt impfen lassen, um ihre Enkel nicht anzustecken.

Das gegenwärtige Grippevirus ist das In- fluenza-A-Virus H3N2/Brisbane, das sehr ansteckend sei. 2007 habe dieser Erreger in Australien eine schwere Grippe-Epidemie ausgelöst. „Wir wissen, dass dieses Virus auch für kleine Kinder sehr gefährlich sein kann. In Australien sind sechs Kinder an den Folgen einer Erkrankung durch diesen Er- reger gestorben“, erklärte die Münchner Kinder- und Jugendärztin Ursel Lindlbauer-Eisenach.

Eine echte Virusgrippe hat meist einen ganz plötzlichen Krankheitsbeginn mit Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sowie trockenen Husten. Einer Influenza können vielfältige Komplikationen folgen. Die bedrohlichste davon ist die bakterielle Lungenentzündung.

Eine Erkältung beginnt wesentlich unspek- takulärer. Typischerweise treten die Symp- tome nacheinander auf oder lösen sich ab. Oft bleiben Personen mit Erkältung vom Fieber ganz verschont oder messen nur leicht erhöhte Temperaturen, die innerhalb weniger Tage zurückgehen. In der Regel sind alle Symptome spätestens nach zwei Wochen ausgestanden.



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