Jeder dritte Schüler wurde schon einmal von seinen Klassenkameraden schickaniert - oder: gemobbt, wie das auf neudeutsch heißt. Mobbing aber ist psychische Gewalt und die Opfer leiden körperlich. Besonders häufig sind Kopfschmerzen oder Schlaf- störungen. Das ergab eine Studie der Uni Lüneburg.
Mobbing kommt aus dem Emglischen, to mob , und bedeutet soviel wie: anpöbeln, schikanieren. Bereits 1963 hat der Ver- haltensforscher Konrad Lorenz belegt, dass es Mobbing auch bei Tieren gibt. Besonders häufig ist Mobbing am Ar- beitsplatz, aber auch die Schulen sind nicht frei davon.
Ein Projektteam der Uni Lüneburg begleitete drei Jahre lang zehn weiterführende Schulen aller Formen. Insgesamt wurden 1800 Jungen und Mädchen zwischen 10 und 18 Jahren zum Thema Mobbing befragt.
Die Ergebnisse dieser Studie ergaben, dass 55 Prozent aller Schüler allein in den letzten drei Monaten Mobbing-Opfer oder -Täter waren. Körperlich leiden Mobbingopfer öfter an psychovegetativen Beschwerden wie Kopfschmerzen oder Schlafstörungen. Außer- dem schätzten Gemobbte ihre eigene Leistungsfähigkeit oft schlechter ein als andere Schüler, seien signifikant häufiger unzufrieden mit ihrem Aussehen, gingen Problemen eher aus dem Weg und unter- nähmen seltener etwas mit Freunden.
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Beim Mobbing lässt sich nicht immer eine klare Grenze zwischen Gut und Böse ziehen. Oft sind Mobbing-Täter selbst Opfer von Mobbing, sei es durch Mitschüler oder Lehrer. Meist wird einfach Leistungsdruck weiter- gegeben. |