In Deutschland und der Schweiz soll es angeblich zwölf Todesfälle in Zusammenhang mit Antibaby-Pillen gegeben haben. Sieben davon sollen dabei offenbar im Zusammenhang mit der Pille "Yasmin" stehen. Das meldet die österreichische Tageszeitung "Der Standard". Es soll dabei zu vermehrten Thrombosebildungen gekommen sein.
Medikamente können Nebenwirkungen haben, das ist auch bei Antibaby-Pillen nicht anders. Die Einnahme von "Yasmin" kann somit zu Übelkeit, Gewichtszunahmen oder Libidoverlust führen - und vielleicht auch zu Todesfälle durch Thrombose. Das deutsche Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizin- produkte erklärte, dass die sieben Todesfälle in Verbindung mit der Anwendung von "Yasmin" oder seiner Wirkstoff- kombination zu stellen seien, ein Kausalzusammenhang in den einzelnen Fällen ließe sich aber bislang nicht sicher belegen.
Dieses Ein-Phasen-Präparat der vierten Ge- neration hat großen Anklang unter den Frauen gefunden, weil es als Mikropille durchgehend genommen werden kann - das heißt, die Zyklen dauern länger, die Frauen menstruieren nicht monatlich, sondern - sofern sie will - nur wenige Male pro Jahr. Wie "Der Standard" weiter schreibt, sind dem "Yasmin"-Hersteller und Pharma-Konzern Bayer Schering die Verdachtsfälle bekannt, er ging aber bislang nicht von sich aus in die Öffentlichkeit.
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Auch in der Schweiz sorgten fünf Tote durch Antibabypillen im Juni 2009 für Schlagzeilen. In keinem der Fälle zwischen 1990 bis heute aber war "Yasmin" das Präparat der Wahl. Eine Parallele gibt es dennoch zu Deutsch- land: Weder die Herstellerfirmen noch die entsprechenden Meldestellen der Länder informierten die Öffentlichkeit und die Kun- dinnen darüber. Erst auf Nachfrage der Schweizer Tageszeitung "Tages-Anzeiger" beim Heilmittelinstitut Swissmedic teilte man mit, dass vier der Frauen an Lungenembolien verstorben seien.
Die Schweiz hat die Fälle zum Anlass ge- nommen, Risiken und Nebenwirkungen ver- schiedener Antibabypillen analysieren zu lassen. Ergebnisse sollen im Herbst vor- liegen.
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