In fünf untersuchten Babyschnullern sollen sich erhöhte Werte der hormonellen Sub- stanz Bisphenol A (BPA) befinden. Das erklärte die Umweltschutzorganisation Global 2000 am Donnerstag.
In allen vier untersuchten Latex-Schnuller von Babysmile, Dentistar, Babylove und NUK, sowie in einem der sechs untersuchten Silikon-Schnuller (Aventis) lagen die Analyse- werte zwischen 80 und 400 mg/kg der Chemikalie.
"Es ist nicht akzeptabel, dass Säuglinge und Kinder diesen Risikoprodukten ausgesetzt werden. Gerade in dieser Entwicklungsphase reagiert der Mensch besonders empfindlich auf hormonell wirksame Chemikalien. Der Handel muss solche Ware unverzüglich aus den Regalen entfernen", fordert der Global-Chemiker Helmut Burtscher
Bereits vor zwei Wochen hat die Umwelt- schutzorganisation in Babyflaschen und Kinderspielzeug und einer Mischprobe von Babyschnullern Bisphenol A nachge- wiesen. Durchgeführt wurden die Unter- suchungen vom staatlich akkreditierten Untersuchungs- labor Chemcon.
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Bisphenol A (BPA) ist ein Xenoestrogen mit estrogenartiger Wirkung und steht im Ver- dacht, gesundheits- und erbgutschädigend zu sein. Es stört nicht nur die Sexual- entwicklung, sondern auch die Gehirn- entwicklung bei Mäusen und Vögeln. BPA wiederrum ist Ausgangsstoff des weltweit verwendeten Hart-Kunststoffes Polykarbonat. Er ist in der EU zugelassen, allerdings durch einen Grenzwert beschränkt. Wie die Europäische Behörde für Lebensmittel- sicherheit bestätigt, sind Materialien und Lebensmittel bei Einhaltung dieses Grenz- wertes für den Menschen sicher. Diese Meinung teilt auch das deutsche Bundes- institut für Risikobewertung. |