Wer zu wenig schläft, der schädigt seine Gesundheit. Zudem schlägt Schlafmangel auf das Gemüt. Psychologen wissen schon lange, dass unzureichender Schlaf zu Depressionen führen kann. Diese These ist nun in einer groß angelegten Studie mit knapp 16.000 Teilnehmern in den USA bewiesen worden.
Bei dieser Studie erfassten Forscher der Columbia University New York sowohl die Schlafgewohnheiten als auch die psychi- schen Probleme wie Depressionen und Selbstmordgedanken von Jugendlichen. Auch deren Eltern wurden befragt. Die Er- gebnisse veröffentlichte das Forscherteam um James Gangwisch im Fachblatt „Sleep“.
Die statistische Auswertung der gesam- melten Daten ergab, dass Jugend- liche, die früh zu Bett gehen, weniger an Depressionen leiden als ihr Altersgenossen, die sich die Nächte um die Ohren schlagen. Wenn Eltern ihren Kindern erlaubten, statt spätestens 22 Uhr erst nach Mitternacht schlafen zu gehen, dann litten diese Jugendlichen um 24 Prozent öfter unter Depressionen und hatten um 20 Prozent mehr Selbstmordgedanken.
"Unsere Erkenntnisse sind konsistent zu der Theorie, dass ungenügender Schlaf ein Risikofaktor für Depressionen ist", zitiert der "Spiegel" Gangwisch. Man könne den Zu- sammenhang von Schlafmangel und Depression gut erklären. Der Umgang mit Freunden und die Stressbewältigung würden bei Müdigkeit schwieriger. Urteilsvermögen und Konzentration wären außerdem beein- trächtigt.
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Als durchschnittliche Schlafdauer ermittelten die Experten die Zeit von sieben Stunden und 53 Minuten. Die "American Academy Of Sleep Medicine" empfiehlt dagegen mindestens neun Stunden Nachtruhe.
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