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Ansteckend: Das Norovirus geht um
05.04.2010
Infektionsgefahr
Er breitet sich rasend schnell in Deutschland aus, wie man annimmt, von Norden nach Süden: Das Norovisrus. Es führt zu starkem Erbrechen und Durchfall und ist für ältere Menschen und Kleinkinder nicht ungefährlich. Die Ansteckungszeit liegt zwischen wenigen Stunden und drei Tagen. Anstecken kann man sich auch über infiziertes Essen oder Gegenstände.

20 Rekruten in Thun bei Bern sind am Woch- enende vor Ostern vom Norovirus befallen worden und am 24. März gab es einen Großeinsatz auf dem Münchner Flughafen: Dort mussten 23 Teilnehmer eine japanischen Reisegruppe in Krankenhäuser gebracht werden - sie alle litten am Norovirus. Allein seit Oktober meldet der Kreis Warendorf bereits 500 Erkrankungen.

Was soviele Menschen umwirft ist winzig klein: Der Erreger ist nur ca. 27 Millionstel Millimeter groß und damit viermal kleiner als Grippeviren, dabei aber hoch ansteckend. Die Noroviren sind weltweit verbreitet, aber nur der Mensch ist der einzig bekannte Träger des Erregers. Der Erreger überlebt Tem- peraturschwankungen von -20 bis +60° Celsius und überleben auch auf Lebens- mitteln und Gegenständen.

Ausbrüche beginnen somit oft bei kontami- nierten Speisen oder Getränken, beispiels- weise bei: Salat, Fisch und Muscheln sowie unsauberes Wasser. Da das Virus-Partikel sehr widerstandsfähig ist, spielen auch kontaminierte Gegenstände wie Spielzeuge in Kindergärten, Kleidung, Türgriffe eine wichtige Rolle.
Somit erklärt sich die, oft in Schulen, Kranken- häusern, anderen Gemeinschaften, auftre- tende hohe Ausbreitungsgeschwindigkeit einer Infektion. Erklärbar ist damit auch die hohe Infektionsrate.

Noroviren verursachen heftiges Erbrechen und starke Durchfälle die zu einem hohen Flüssigkeitsverlust führen können. Da führt bei Kleinkindern und älteren Menschen oft zu Komplikationen. Die Infektion wird häufig begleitet von starken Kopfschmerzen, Übel- keit und Mattigkeit. Die Syptome dauern oft bis zu 70 Stunden an.

Gegen das Norovirus gibt es kein Gegen- mittel, es hilft nur Hygiene, also Desin- fektionsmittel nach dem Händewaschen benutzen - und viel trinken und Elektrolyt-Lösungen zu sich nehmen - Der hohe Verlust an Wasser ist die eigentliche Gefahr, die im Virus steckt.
Isabella PfaffIsabella Pfaff, pfaff@tagesblick.de
Journalistin
zu den Autoren
 
2 Kommentare
 
1) Habe ich mir fast gedacht. Meine Frau liegt nach einer Unterleibs OP , vor zwei Wochen
nun schon wieder im KH. Verdacht auf diesen Nrovirus. Erst als ich die gleichen Symtome habe, ( seit heute ) wurde sie in ein Einzelzimmer verlegt. Ich darf sie nun nicht mehr besuchen.Mir geht es zur Zeit sehr schlecht.Neben den üblichen Begleiderscheinungen, wie durchfall und erbrechen habe ich noch sehr hohen Blutdruck
und der Puls rast auch ganz schön.
Kommentar von jürgen eilenberger | 06.04.2010 @ 17.23 Uhr
 
2) Noroviren - Alarm: Trinkwasser macht krank

Norovirus-Infektionen werden durch Fäkalien entweder in Lebensmitteln oder im Trinkwasser ausgelöst, bevor sie sekundär übertragen werden können, besonders augenfällig in Krankenhäusern, Altenheimen, Schulen oder Kindergärten. In unseren Gewässern, auch im Grundwasser, kommen Viren vor. Unsere Wasserwerke können Viren regelmäßig nicht filtern. Kaltes Wasser konserviert ansteckende Viren. Offensichtlich folgen die Norovirus-Infektionen jedes Jahr streng dem Verlauf der Kälte im Wasser und in den Wasserleitungen. Unsere Lebensmittel haben das ganze Jahr über in etwa die gleiche Temperatur. Das Trinkwasser nicht. Es hat sein Temperaturminimum im Februar/März. Also muss das Trinkwasser die Norovirus-Infektionen auslösen! Unsere Wasserwerke müssen so nachgerüstet werden, dass auch Viren abgefiltert werden.

Dipl.-Ing. Wilfried Soddemann
soddemann-aachen@t-online.de
http://sites.google.com/site/trinkwasservirenalarm/Trinkwasser-Viren
Kommentar von Dipl.-Ing. Wilfried Soddemann | 05.04.2010 @ 08.53 Uhr
 
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