Im November und Dezember 2007 sind die Lebensmittelpreise um rekordverdächtige 6,6 Prozent gestiegen. Besonders drastisch war die Teuerungsrate im Januar bei Lebensmitteln. Für Milch, Milcherzeugnisse, Eier, Speiseöle und Nahrungsfette wurden 25,8 Prozent mehr gezahlt. Die Preise für Zucker stiegen auf Großhandelsebene gegenüber dem Vorjahr um 9,2 Prozent. Feste Brennstoffe und Mineralölerzeugnisse verteuerten sich um 19,9 Prozent.
Doch auch in diesem Jahr will die Nahrungsmittelindustrie kräftig zulangen: Die Preise für Lebensmittel werden bis zum Jahresende um mindestens 4 bis 5 Prozent ansteigen. «Wir wären froh, wenn wir die Preise nicht erhöhen müssten. Aber die Lage auf den Rohstoffmärkten lässt uns keine andere Wahl», sagte der Vorsitzender der Bundesvereinigung der Deutschen Ernähr- ungsindustrie, Jürgen Abraham, der «Wirtschaftswoche».
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Er gehe davon aus, dass es ab Mitte des Jahres einen neuen Preisschub bei Süß- und Teigwaren geben werde. «Auch die Fleischpreise werden deutlich über fünf Prozent steigen», sagte Abraham. Weltweit seien die Preise für Agrarprodukte explodiert. «Und die wachsende Nachfrage aus Ländern wie China und Indien treibt diese Entwicklung weiter voran.»
Auch die deutschen Discounter, darunter die Marktführer Aldi und Lidl, haben ihre Preise im letzten Jahr deutlich stärker erhöht als Supermärkte und Drogerien. Dennoch wächst der Anteil der Billig-Ketten: Wegen der allgemeinen Teuerung gehen mehr Verbraucher dort einkaufen.
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