Das gefährliche Darmvirus "Enterovirus 71" breitet sich in China weiter aus. Vor allem Kinder unter sechs Jahren sind davon betroffen. Bisher haben sich in Ostchina mehr als 3000 Kinder angesteckt, 22 Kinder sind bislang am Virus gestorben.
Im ostchinesischen Fuyang steckten sich 3321 Kinder mit dem Enterovirus 71 an, wie die Zeitung China Daily berichtete. Ein weiteres Kind sei am Samstag im ostchinesischen Fuyang an den Folgen der Infektion gestorben, gab die Zeitung weiter bekannt. Damit stieg die Zahl der Toten auf mindestens 22 an. Das Virus, das vor allem Kinder unter sechs Jahren angreift, hat sich auch in anderen Gebieten des Landes ausgebreitet, wie die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua meldete.
Nach Erwartung des Pekinger Gesundheitsministeriums aber wird der tödliche Ausbruch vermutlich erst im Sommer seinen Höhepunkt erreichen. Das Ministerium wurde deshalb mit einer Eindämmung bis zu den Olympischen Spielen im Sommer beauftragt. Es habe bereits ein Expertenteam in die besonders betroffene Provinz Anhui geschickt.
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Das vor allem in warmen Klimazonen verbreitete Virus kann die sogenannte Hand-Fuß-Mund-Krankheit auslösen, die normalerweise harmlos verläuft. Es kann aber auch zu einer Hirn- oder Hirnhautentzündung führen, die gelegentlich tödlich verläuft. Eine ursächliche Behandlung oder eine Impfung gegen das Enterovirus 71 gibt es nicht. Als wichtigste Vorbeugung gegen eine Ansteckung gilt Händewaschen.
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