Heuschnupfen-Allergikern in Deutschland geht es nach Angaben der Freien Universität Berlin so schlecht wie nie zuvor. Grund dafür sei unter anderem die hochallergene Ambrosia-Pflanze, die im Süden und Südwesten des Landes sowie in Teilen Ostdeutschlands heimisch geworden sei, teilte das Meteorologische Institut der FU mit. Als Spätblüher reize Ambrosia Allergiker von Juli bis Oktober und verlängere so die Leidenszeit der Betroffenen.
Schuld sind zwei Dinge, zum einen, die milden Winter , die dafür sorgen, dass Hasel und Erlen bereits im Dezember blühen. Und zweitens, die Pflanze Ambrosia, auch Taubenkraut, die durch Futtermittel aus Osteuropa einge-schleppt wurde. Für Allergiker gibt es deshalb nur noch wenige Wochen im Jahr Ruhe.
Nach Angaben des FU-Instituts leiden in Deutschland 12 Millionen Menschen unter Baum- und Gräserblüten. Erste Anzeichen sind juckende und tränende Augen sowie häufiges Niesen. Eine Allergie kann aber bis zu Atemnot und Asthma führen.
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Die Ambrosia, oder Traubenkraut, das äußerlich Beifuß-Gewächsen ähnelt, ist eine hochallergene Pflanze. Nach FU-Angaben kann allein eine Pflanze bis zu einer Milliarde Pollen ausstoßen. Sie fliegen den Angaben zufolge bis zu 100 Kilometer weit. Samen könnten bis zu 40 Jahre im Boden überleben. Bereits zehn Pollenkörner in einem Kubikmeter Luft reichten aus, um eine Heuschnupfen-Attacke auslösen.
Städte wie Berlin und Länder wie Brandenburg raten inzwischen dazu, Ambrosia-Pflanzen vor der Blüte im Juli samt Wurzel auszureißen und über den Hausmüll zu entsorgen. Die Pflanze kann bis zu 1,5 Meter hoch werden. Vom Beifuß unterscheidet sich die Pflanze auf der Blattunterseite: Bei Beifuß ist sie weiß und filzig, bei Ambrosia dagegen grün.
Quelle: Agenturen |