Mit einem Nationalen Krebsplan will die Bundesregierung bösartige Tumor-erkrankungen in Zukunft wirkungsvoller bekämpfen. Trotz großer Fortschritte in der Vorsorge, Diagnose und Behandlung von Krebser-krankungen gebe es in Deutschland noch immer zahlreiche Defizite bezüglich der Qualitäts-standards und des Informationsaustauschs, sagte Bundesgesundheits-ministerin Ulla Schmidt (SPD) während der Präsentation des Aktionsplans in Berlin.
"Wir stehen vor einer wirklich großen Herausforderung", sagte die Ministerin mit Blick auf jährlich 436.500 Krebs-Neuerkrankungen und 210.000 durch Krebs verursachte Sterbefälle. Das gemeinsam mit der Deutschen Krebshilfe, der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tumorzentren und der Deutschen Krebsgesellschaft entwickelte Konzept legt einen der Schwerpunkte auf verbesserte Früherkennung. Im Jahr 2006 nahmen nur 48 Prozent der Frauen und 21 Prozent der Männer die zuzahlungsfreien Vorsorgeangebote in Anspruch.
Quelle: Agenturen |