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Hamburg
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Nicht zuletzt diese Aufhängetechnik ist mittlerweile Anlass für handfeste Streitigkeiten zwischen den Architekten, dem ausführenden Bauunternehmen Hochtief sowie der Stadt Hamburg. Ursprünglich sollte das Projekt nur 186 Millionen Euro kosten. Die Stadt hätte davon nur 77 Millionen übernehmen sollen. Der Rest sollte von Sponsoren kommen. Inzwischen schätzt man die Kosten auf ca. 500 Millionen, wovon die Stadt 323 Millionen aufbringen soll.

Bei der Ursachenforschung schieben sich alle gegenseitig den Schwarzen Peter zu. Hochtief beklagt, dass die Architekten die Pläne nicht rechtzeitig liefern würden. Die Architekten wiederum werfen Hochtief Kostentreiberei und Pfusch vor, wie z.B. Luftblasen in Betonträgern. Die Stadt ist besorgt, dass die Federung teilweise fehlerhaft montiert ist und diese Defekte nicht mehr beseitigt werden können, wenn der Konzertsaal erst einmal fertig ist. Hochtief hat Nachforderungen in Höhe von sechs Millionen Euro gestellt, die die Stadt nicht bezahlen will. Also hat Hochtief geklagt.

Wie immer der Streit ausgeht, in zwei Punkten wird Hamburg Sydney nicht schlagen. Auch wenn die Elbphilharmonie nun erst mit einem Jahr Verspätung im Frühjahr 2013 eröffnet wird, mussten die Australier 14 Jahre warten statt vier wie die Hanseaten. Auch was die Kosten anbelangt, bleibt Sydney unschlagbar. Die Oper war 1973 mit 300 Millionen Euro schlussendlich 15mal so teuer
wie ursprünglich veranschlagt.
Helmut UwerHelmut Uwer, uwer@tagesblick.de
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