Lange Gesichter bei der CDU und Honig- kuchengrinsen bei der SPD. So schön haben die Sozialdemokraten lange nicht mehr gesiegt: Die absolute Mehrheit winkt mit rund 50 Prozent der Stimmen und zwischen 63 und 65 Sitzen im Senat. Olaf Scholz sagte in einer ersten Reaktion, es sei "ein sehr, sehr beeindruckendes Wahlergebnis, das uns die Prognosen hier vorhersagen".
Da die Hamburger bei dieser Wahl erstmals Stimmen kummulieren konnten, gibt es am Sonntag noch keine verlässliche Hoch- rechnung, alle Zahlen sind also noch Näherungswerte. Erste verlässliche Zahlen kommen wahrscheinlich erst am Montag.
Überraschend, neben dem hohen Wahlsieg der SPD, heißt der zweite Sieger der Bürgerschaftswahlenn: FDP. Sie sind mit rund 6,5 Prozent der Stimmen nach sieben Jahren erstmals wieder in den Senat eingezogen. Dementsprechend fiel die Freude auch in Berlin aus. Parteichef Guido Westerwelle sprach davon, was für die FDP möglich ist, wenn sie "zusammensteht". Ein eindeutiger Hinweis an seine Kritiker der letzten Monate.
Die Linken konnten sich mit 6,7 Prozent im Senat behaupten, und die Grünen/GAL erreichten rund 11 Prozent, bekamen damit aber nicht so viele Stimmen wie nach den Umfrageergebnissen erwartet worden war. Das dürfte der Dämpfer für das Verlassen der Koalition mit der CDU sein, die dann zu diesen Neuwahlen führte. |
Die Wahlbeteiligung in Hamburg lag bei rund 59 Prozent.
 Katja Suding von der FDP

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