Schiffscontainer sind oft mit hochgiftigen Gasen befüllt. Die Gase, die man nicht riechen oder schmecken kann, sollen zum Beispiel Schädlinge bekämpfen. Das be- richtet die ARD- Sendung «Kontraste» am Donnerstag um 21.45h. Beinahe jeder fünfte Container, der in deutschen Seehäfen an- kommt, enthalte solche Gase
"Wir haben festgestellt, dass die Konzen- tration dieser Gifte so hoch ist, dass sie akut bedrohlich für die Gesundheit, oft auch für das Leben sind", so Xaver Bauer vom Hamburger Zentralinstitut für Arbeitsmedizin gegenüber dem Magazin (Ausstrahlung am Donnerstag um 21.45 Uhr).
Viele Firmen ignorierten bei der Nutzung von Containern die Gesundheitsgefahr für ihre Beschäftigten: Auch die Politik ziehe sich hier aus der Verantwortung. Die Bundesregierung erklärte gemäß dem Kontraste, der Vollzug der Arbeitsschutzvorschriften würde bei den dafür zuständigen Behörden in den Ländern liegen. Seitens der Gewerbeaufsichts- und Arbeitsschutzämter der Länder werden jedoch so gut wie keine Kontrollen veran- lasst, wie die Recherchen des Magazins bei mehr als 120 Ämtern ergeben hat. Häufig verfügten die Behörden nicht einmal über die bei den Kontrollen erforderlichen Messgeräte.
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Laut Arbeitsschutzvorschrift darf ein ver- dächtiger Container nur mit einer Atemschutzmaske geöffnet werden. Nach einer Lüftung muss der Innenraum dann auf Restbestände giftiger Gase überprüft werden. In Deutschland besitzt laut "Kontraste" nur der Hamburger Hafen seit Anfang des Jahres ein mobiles Messgerät.
Der Hamburger Hafen ist der größte Hafen in Deutschland und europaweit nach Rotterdam und Antwerpen der Drittgrößte. Allein 2007 wurden rund 9,9 Millionen Container um- geschlagen. Diese Menge an Containern verdeutlicht, wie groß das Gesundheitsrisiko für die Mitarbeiter im Hafen ist.
Quelle: Agenturen
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