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Perú grenzt im Norden an Ecuador und Ko- lumbien, im Westen an den Pazifik, im Süden und Südosten an die „Dauerrivalen“ Chile und Bolivien sowie im Osten an Brasilien.
Woher die Bezeichnung Perú stammt, ist um- stritten. Zurückgeführt wird sie entweder auf einen regionalen Indianerhäuptling oder eine Umdeutung des Wortes „pelu“, welches in der Sprache der kolumbianischen Chibcha soviel wie Wasser bedeutet. Letzteres könnte plausibel sein, denn Perú ist zweifelsohne ein Land, welches mit und vom Wasser lebt. Hier entspringt eine der Amazonasquellen, riesige Ströme durchziehen den Norden des Landes und der kalte pazifische Humboldt-Strom sorgt für Fischreichtum und wunder- bare Fischvariationen.
Das Land zeichnet sich geografisch durch drei markante Klima- und Vegetationszonen aus:
• die trockene und wüstenähnliche Costa mit etwa 11%,
• die typische Sierra des Andenhochlandes mit etwa 15% und
• die Selva, der Regen- und Nebelwald im Osten und Norden mit nahezu 64% der Fläche.
Dank der unterschiedlichen Klimazonen ist die Natur sehr vielfältig und reicht von extremen Trockenpflanzen bis hin zu tro- pischen Gewächsen in den Regenwald- regionen. Übrigens, in aller Munde ist der deutsche Biologe August Weberbauer, der einen großen Beitrag zur Katalogisierung der peruanischen Pflanzenwelt lieferte.
Fast die Hälfte der Einwohner Perus ist in- dianischer Abstammung. Die beiden größten |
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Volksgruppen und gleichzeitig wichtigsten sprachlichen Minderheiten sind Quechua und Aymará. Nur knapp 18% der Einwohner blicken auf europäische, asiatische oder afrikanische Wurzeln zurück, während der Rest der Bevölkerung Mestizen sind.
Mehr als ein Drittel der Landesbevölkerung von etwa 28 Millionen Menschen lebt mit- tlerweile im Großraum Lima, oftmals unter- halb der Armutsgrenze. Geschätzte knapp drei Millionen Peruaner leben im Ausland, insbesondere den USA, Europa und Japan, und tragen durch Devisentransfers als „Exilperuaner“ zu einem wesentlichen Teil des peruanischen Bruttoinlandsproduktes bei.
Noch immer ist Perú eine wahre Fundgrube für Archäologen, Historiker und Ethnologen. Denn spätestens 4000 Jahre vor Christus legten die Präinkakulturen der Moche, Chan Chan, Nazca und Chimu im Gebiet des heutigen Perus den beachtlichen Grundstein für eine der drei wichtigsten vorspanischen Hochkulturen in Mittel- und Südamerika. Neben den Maya und Azteken setzten sich ab der Jahrtausendwende nach Christus die Inka als Hochkultur durch, welche bis zur Konquista 1532 durch die Spanier eine Ausbreitung ihres Imperiums in Kolumbien, Ecuador, Peru, Bolivien, Argentinien und Chile erreichten. Die peruanische Andenstadt Cuzco bildete zusammen mit der mystischen Kultstätte Machu Picchu die Hauptstadt des Inka-Reiches. Nachgewiesen sind eine perfekt funktionierende Infrastruktur mit Straßen und Handelswegen bis in entlegene Landesteile. So zeugen Muschelfunde in Machu Picchu von mehreren hundert Kilometer langen Handelswegen von der Pazifikküste bis in die Hochregionen der Anden.
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