Acht bis zwölf Millionen illegale Einwanderer soll es geben in den Vereinigten Staaten von Amerika. Der Löwenteil kommt über die Südgrenze in das Land. Schwimmt durch Flüsse und schleppt sich durch die Wüste, um in die im Vergleich zu Mittel- und Südamerika immens reichen USA zu kommen. Das Pro-Kopf-Einkommen in den USA liegt bei über 30.000 US-Dollar. In Mexiko beträgt es gerade mal 4.000. Ein großer Unterschied - und ein großes Versprechen für die halbe Millionen, die jährlich illegal über die Grenze kommt.  Straßenkontrollen überall

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Politischer Kampf
Die USA sind hin- und hergerissen zwischen einem Arrangement mit der illegalen Einwanderung und dem Versuch, sie so weit wie irgendmöglich zu unterbinden. Das Land hat sich, gänzlich anders als die Bundesrepublik, immer als Einwanderungsland verstanden. Doch auch hier - genau wie die Bundesrepublik - will man eigentlich nur die Sahne abschöpfen: gut ausgebildete und wenn möglich reiche Ausländer sind herzlich willkommen. Der Rest weniger.
Wobei die Wirtschaft der USA inzwischen maßgeblich von den Einwanderern aus dem Süden abhängt. Insbesondere die Republikaner sind deshalb zerrissen zwischen zwei Positionen. Die Neo-Liberalen befürworten die Einwanderung klammheimlich. Die Parteispender freuen sich über die billigen Arbeitskräfte. Denn die sind nicht nur unschlagbar günstig, sondern auch mehr oder weniger rechtlos; als Illegaler überlegt man zwei Mal, ob man mit einer Beschwerde zu einem Anwalt geht, oder zu den Gewerkschaften. Zur Polizei geht man sicher nicht. |