Nun folgen 15 Minuten Hochkonzentration. Man verfolgt genaustens jede Handbewegung des Leoparden-Meisters. Man ist jederzeit bereit, ihn mit einem lauten Schrei der Verzweiflung vor Dummheiten zu bewahren. Doch siehe da. Er macht seine Sache ganz gut. Er hat sein Handwerk gelernt. Er weiß, was er tut. Wie bereits beim Kämmen geht es Strähnchen für Strähnchen von statten. Nach 20 Minuten ist alles überstanden. Man fährt sich durchs Haar. Es fühlt sich gut an. Durch einen weiteren Spiegel wird einem versichert, dass auch am Hinterkopf keine kahle Stelle zu verzeichnen ist. Einen Föhn braucht man nicht - das Haar ist mittlerweile trocken. Man verlangt die Rechnung.
Der Preis
Nach anderthalb bis zwei Stunden mit Schaumfiguren, wundersamer Massage und Top-Styling zahlte man als Tourist damals 20 Kuai also 5 DM. Ein anderes Mal, ein paar Jahre später, zahlte man 18 Yuan unter 3 Euro. Chinesische Freunde waren entrüstet über den Wucherpreis. Sie zahlen höchsten 10 Yuan. Also habe ich, als ich sechs Monate in Peking lebte, einen Pakt geschlossen. Für 1 Euro ging ich
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dann dreimal die Woche zum Friseur ohne Schneiden - nur Schaumfiguren und Massage. Wenn sie mich sahen, wussten sie sofort was ich möchte. Alles lief ohne viele Worte. Gezahlt habe ich immer den doppelten Preis inklusive üppiges Trinkgeld. Vor kurzem war ich wieder in China - doch die Zeit für 2 Stunden Friseur hatte ich nicht. Dabei  Impression China

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