zusätzliche halbe Stunde kostet einen Euro. Für die zweite zusätzliche halbe Stunde sind schon zwei Euro zu löhnen. Ab der dritten zusätzlichen halben Stunde steigt man automatisch in die Fitnessstudiokategorie auf, denn dann werden schon vier Euro fällig. Wer also beispielsweise genüsslich in zwei Stunden vom Triumphbogen über die Champs-Elysées zur Kathedrale Nôtre-Dame radeln möchte, der sollte demnach sieben Euro einplanen. Deutlich preiswerter wird es, das Gefährt gleich für einen ganzen Tag (ein Euro) oder gar für eine gesamte Woche (fünf Euro) zu mieten. Abgesehen von Preis und Reisetempo ist der Mehrwert für das Auge deutlich höher als sich maulwurfsgleich durch die Metroschächte von Station zu Station zu hangeln. Das System scheint sich also auf beiden Seiten zu rechnen.
Heute, zwei Jahre später, ist aus dem Sprössling schon eine stattliche Pflanze geworden, die im Stadtbild nicht mehr zu übersehen ist. Tagtäglich werden 150.000 Fahrten mit den Rädern zurückgelegt. Beachtlich: 180.000 Parisiens besitzen Jahresabonnements. In diesem Sommer, dem zweiten Geburtstag von „Vélib'“, werden es fast 19.000 Räder sein, die in der Hauptstadt und den Randgemeinden zur Verfügung stehen, Tendenz steigend. Insgesamt also ein voller Erfolg. Und eine tolle Idee der Pariser Stadtverwaltung und ihres visionären Bürgermeisters Bertrand Delanoë. Paris, die Stadt mit |
Köpfchen. Fehlt eigentlich nur der Helm, um die wertvolle Fracht durch die wilden Straßen zu manövrieren. Bon courage et bonne continuation, „Vélib'“! |