Wahlnacht 2005. Ypsilantis Kleben am Stuhl hat inzwischen zu einer wahren Schlammschlacht in Hessen geführt.
Während noch immer nicht bekannt, wer Simonis die Gefolgschaft verweigert hat, haben sich die Abtrünnigen in Hessen sehr wohl zu ihrem Nein bekannt. Ihnen wurde unterstellt, sie seien aus der Wirtschaft geschmiert worden, um die ausgewiesene Linke Ypsilanti zu verhindern. Beweise hat keiner vorgelegt. Die Abtrünnigen konterten, sie hätten immer wieder Bedenken geäußert. Zugleich kritisierten sie Yspilantis „Basta-Stil“: „Wenn Politik Züge von Religion annimmt, führt das zwangsläufig zum Ausblenden von kritischen Stimmen.“ Ypsilanti-Vertraute suchten das Gegenteil zu beweisen, indem sie ohne Rücksicht auf den Datenschutz vertrauliche E-Mails auf die SPD-Homepage stellen.
Die Abtrünnigen werden seit Wochenbeginn pausenlos aufgefordert, ihr Mandat niederzulegen und aus der Partei auszutreten. Einzelne Ortsverbände drohen mit Ausschlussverfahren, die aber sehr lange dauern und nicht einfach sind wie das Beispiel des früheren Wirtschaftsministers Wolfgang Clement gezeigt hat. Der wurde dann doch nicht ausgeschlossen.
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