Wenn man es nicht wüßte, würde man es nicht merken. Nach den Querelen im ver- gangenen Jahr ist es nun seltsam ruhig in Hessen. Dabei wird dort am 18. Januar 2009 gewählt. Und die Frau, die das alles aus- gelöst hat, Andrea Ypislanti, scheint still und heimlich entsorgt zu werden.
Denn der hessische SPD-Spitzenkandidat Thorsten Schäfer-Gümbel, oder auch kurz TSG genannt, schließt einen Rückzug von Partei- chefin Andrea Ypsilanti nach der Landtagswahl am 18. Januar nicht aus. "Ich schließe weder was aus, noch projiziere ich irgendetwas", sagte er am Montag.
Das ist Politiksprech und heißt soviel wie: " Ich will Parteichef werden - Andrea mach den Weg frei ". Andrea Ypislanti hat ihre Chance nicht genutzt, sie wird gehen müssen. So ist Politik. Ein "Rückzug" Ypislantis ist um wahrscheinlicher, da am Wochenende der Rückzug des hessischen SPD-Generalsek- retärs Norbert Schmitt bekannt geworden war , der zu Ypsilantis engsten Vertrauten zählt.
Er galt als ein Architekt des gescheiterten Bündnisses von SPD, Grünen und Linken in Hessen, das Ypsilanti angestrebt hatte.
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