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Ein gern genutztes Argument gegen die Seriösität der Occupy-Bewegung, als sie von den Medien noch nicht als „aus der Mitte der Gesellschaft“ kommend beschrieben wurde, war, dass sie nur diffus Kritik an „Irgendwas“. So unkonkret wäre die Bewegung nicht ernst zu nehmen.
Doch warum eigentlich? Es ist ja nicht so, weil etwas nicht konkret benannt wird, dass man überhaupt nicht wüsste, worum es geht. Und außerdem ist ein diffuser Protest ja auch vielleicht deswegen passend, weil das „Objekt“, wogegen protestiert wird, auch diffus ist. Ein Gemisch aus Finanzmärkten, Banken- und Staatsrettung, Schuldenbergen und weiterem, ist an sich ja auch kein kohärentes System. Es ist eher ein genereller Protest gegen das, was Menschen, die nicht tief in der Finanzmaterie stecken, von den aktuellen Geschehnissen sehen und darüber besorgt oder wütend sind.
Außerdem kann ausgehend von diesem allgemeinen Standpunkt auch nach konkreteren Meinungen zu Punkten in diesem diffusen Ganzen gesucht werden. Am Samstag auf der Occupy-Demonstration in Berlin stoppte der Demonstrationszug und legte kleine Diskussionsrunden ein. Das zeugt erstens vom Klärungsbedarf der Demonstranten, die mit einem diffusen unguten Gefühl oder vielleicht einem konkreten Aspekt, der ihrer Meinung nach zum großen Ganzen gehört, zu der Demonstration gegangen sind. Zweitens auch nach der Dynamik |
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in der Bewegung, nicht bei einer diffusen Kritik stehen zu bleiben, sondern sich weiterzuentwickeln. Der Vorwurf, die Occupy-Bewegung wäre planlos, übersieht, oder möchte vielleicht übersehen, dass eine Bewegung eine Entwicklung durchläuft. Sich am Status-Quo aufzuhängen, um sein urteil schnell zu bilden, ist das etwas zu kurz gegriffen.
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