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„Man kann ihr manches vorwerfen. Aber sie ist nicht einmal im Ansatz so wie die Type im Bundespräsidialamt.“ Dieser Satz von SPD-Chef Sigmar Gabriel dokumentiert in etwa die derzeitige Hilflosigkeit der SPD gegenüber einer Kanzlerin, an der alles abzuprallen scheint. Koalitionskräche am laufenden Meter, ein radikaler Wechsel in der Atompolitik, Guttenberg-Debatte und Wulff-Debatte, FDP-Misere, das Aufbegehren der Konservativen in der eigenen Partei - alles prallt an dieser Teflon-Kanzlerin ab.
Seit Wochen steht Merkel nicht nur auf der Beliebtheitsskala ganz oben. Sie zieht auch ihre Partei mit. Die liegt bei soliden 35 Prozent. Das liegt auch daran, dass sie die Euro-Krise zu ihrem Heimspiel gemacht. Einerseits gibt sie die Retterin des Euro. Aber noch mehr vermittelt sie ihren Landsleuten, dass es ihre Hauptaufgabe ist, Deutschland davor zu bewahren, zum Zahlmeister für die zu werden, die ihre Hausaugaben nicht gemacht haben. Das ist ihr bislang gelungen. Hinzu kommen eine stetig sinkende Arbeitslosigkeit, ein boomender Export, sprudelnde Steuereinnahmen und wachsende Konsumfreudigkeit im Inland.
Am Wochenende hat die SPD nun auf einer Vorstandsklausur versucht, ein Mittel gegen das Phänomen Merkel zu finden. Es ist ihr nicht wirklich gelungen. Keiner der bisher genannten Kandidaten, Gabriel, Ex-Finanzminister Peer Steinbrück oder Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier, hat nach den bisherigen Umfragen |
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eine Chance gegen die Kanzlerin.
Steinbrück würde noch am besten abschneiden. Doch genießt er nur bedingten Rückhalt in den eigenen Reihen. Insbesondere die Linke sieht in ihm ein rotes Tuch, da er allzu fest an den Arbeitsmarktreformen Agenda 2010 festhält. Gabriel wiederum kommt bei den Wählern nicht so gut an. Und Steinmeier hat schon vor zwei Jahren krachend verloren. Mit 23 Prozent hat er das bislang schlechteste Ergebnis für die Genossen eingefahren.
So versucht die SPD nun aus der Not eine Tugend zu machen und setzt wieder einmal auf die Troika. Die gab es schon einmal in den 70-er Jahren mit Parteichef Willy Brandt, Bundeskanzler Helmut Schmidt und Fraktionschef Herbert Wehner. In den 90-er Jahren kam die Troika mit den Ministerpräsidenten Gerhard Schröder, Oskar Lafontaine und Rudolf Scharping. Eine wirkliche Erfolgsgeschichte war keine von beiden, auch wenn die erste länger hielt.
Nun soll es wieder eine Troika richten. Die könnte sogar funktionieren, wenn alle dabei bleiben, dass sie sich zwar jeweils für den Besseren halten, dies aber nicht laut sagen. Steinbrück hat sich zwar schon vor einem halben Jahr von Altkanzler Helmut Schmidt zum Kanzlerkandidaten ausrufen lassen und damit viele seiner Genossen verärgert. Seither hält er den Mund oder |
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