berger und heraus kam der heute bekannte Marshall-Plan.
Es ist natürlich verkürzt, die Entstehung des Marshall-Plans allein nur auf die Eindäm- mung (vermuteter) radikaler Tendenzen in Deutschland zurück zu führen. Der Diskus- sionsprozess der damals um ein befriedetes Europa und vor allem ein befriedetes Deutschland geführt in militärischen und politischen Kreisen geführt wurde, war viel- stimmig und vielfältig. Dennoch war "Containement" eine der wichtige Überlegung der Nachkriegszeit, die in der Marshall-Plan einfloß. Über diese Angst im Kalten Krieg ist gerade eben auch ein hervorragendes und gleichlautendes Buch von Bernd Greiner und Christian Müller erschienen.
Eindämmung der Radikalen durch wirtschaft- lichen Wohlstand das eben zeigt die Deutsche Geschichte, kann also funktio- nieren. Es wäre auch ein Ansatzpunkt für Afghanistan, zumal bekannt ist, dass viele der so genannten Taliban nur aus wirtschaftlicher Not zur Waffe greifen. Eine Überlegung, die bereits 2001 schon einmal im Mittelpunkt des deutschen Ansatzes war, die aber dann von der rein militärischen Strategie der USA übertönt wurde.
Selbst wenn die zu späte Umsetzung dieses Gedankens vielleicht scheitern wird, weil auch die Situation nach dem Zweiten Welt- krieg in Deutschland nicht mit dem zerstörten Afghanistan der Jetztzeit zu vergleichen ist - was verlieren wir denn, wenn wirs versuchen? |
Alle anderen Strategien sind bereits gescheitert. Und diese Überlegung des deutschen Außenministers hat immerhin der Vorteil kein militärisches Vorgehen in den Mittelpunkt zu stellen.
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