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Auf der Afghanistan-Konferenz letzte Woche in London wurde aus aktuellen Gründen auch der Brennpunkt Jemen von der internati- onalen Gemeinschaft verhandelt. Als Erge- bnis haben 21 Geberländer dem Jemen Hilfe im Kampf gegen Al-Qaida-Rebellen zuge- sagt. Doch was heißt das eigentlich?
Kurz gesagt heißt das: die Internationale Gemeinschaft ist mal wieder zu spät dran - denn der Jemen ist bereits seit Jahren ein instabiles Staatsgebilde. Aber erst nach dem mißglückten Flugzeugattentat von Detroit im Dezember, sind die USA und die EU auf den Jemen aufmerksam geworden.
Zweitens: Hilfe im Kampf gegen Al-Qaida heißt in der Regel immer auch, dass sich Kampfhandlungen auf einem Staatsgebiet drastisch erhöhen werden.
Drittens: Damit ist diesem, in Stämme ge- teilten und bitterarmen Land keinesfalls gedient. Zumal sich der Verdacht aufdrängt, dass die Definition dessen, was Al-Quaida-Rebellen eigentlich sind, immer der je- weiligen Staatsführung überlassen wird. Im Fall des Jemen könnten dabei auch die schiitischen Zaiditen im Norden des Landes betroffen sein. Unter diesem Vorwand könnte die jemenitische Regierung die Unruhe-Provinz bekämpfen und bekäme sogar noch internationale Hilfe dafür.
US-Außenministerin Hillary Clinton sagte in London, die Probleme im Jemen seien auch eine Bedrohung für westliche Länder. Sie betonte jedoch, dass die Souveränität des islamischen Landes nicht angetastet werden solle. "Die Probleme können nicht durch militärische Maßnahmen gelöst werden."
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Doch genau das wird geschehen. Die Washington Post hatte bereits vor Wochen gemeldet, dass US-Spezialkommandos im Jemen tätig sind. Genauer gesagt sind sie seit 9/11 nie wieder aus diesem Land verschwunden. Sie tragen eher dazu bei, den innerstaatlichen Konflikt weiter anzuheizen.
Denn bereits vor 9/11, im August 2000 erfolgte ein von Al-Oaida geplanter und durchgeführter Anschlag auf das US-Schiff USS Cole, das vor Jemen vor Anker lag. 17 US- Soldaten kamen dabei ums Leben. Seit damals ist die CIA stationär im Jemen und "beobachtet" die Radikalisierung des Landes.
Die Konflikte sind nämlich uralt im Jemen. Verschiedenen Stämme, vor allem im Norden des Landes, erkennen die Führung der im Süden beheimateten Staatsregierung nicht an. Herausragend dabei sind die Zaiditen in der Provinz Saada, geführt von der Familie Huthi.
Ihr Anführer ist Abdulmalik, geboren 1979. Viel mehr weiß man nicht über ihn, außer, dass er eine Website betreibt, auf der nun auch ein Foto von ihm war. Bereits seit 2004 kämpfen die Huthis gegen die Regierung. Die Huthis, das behauptet die Regierung, wollen im Norden des Jemen eine zaiditische Republik errichten. Das ist nicht wahr, sagen die Huthis, sie würden sich nur gegen die fortschreitende sunnitisch-wahabitische Reform im Jemen wehren, die von den Saudis unterstützt wird. Dieses waha- bitischen Reformen sind allen Minderheiten im Jemen ein Dorn im Auge.
Dass diese Behauptung nicht nur aus der Luft gegriffen sind, zeigen die 133 getöteten |
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