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Es sollten die umweltfreundlichsten Spiele aller Zeiten werden, die Olympischen Winter- spiele 2010 in Vancouver. Seit zwei Tagen sind die Spiele nun eröffnet, Zeit nachzu- schauen, ob dem wirklich so ist. Zumal es am Sonntag die ersten gewaltsame Proteste gegen die Spiele in Vancouver gab. Dabei wurden Autos und Fensterscheiben zerstört.
Das war natürlich so nicht geplant in Vancouver - es sollten fröhliche, unbe- schwerte und vor allem umweltfreundliche Spiele werden. Nun aber gab es am Sonntag gewaltsame Proteste gegen die soeben eröffnete Olympiade. Rund 100 vermummte und schwarz gekleidete Demonstranten lieferten sich im Stadtzentrum heftige Aus- einandersetzungen mit der Polizei. Dabei wurden Fensterscheiben eingeworfen und Autos zerstört. Das teilte die Polizei mit. Die Protestanten kamen aus den USA und Kanada und haben gegen die Kosten und die Umweltbelastung durch Olympia demon- striert.
Die Kosten für diese Olympiade - wohlge- merkt, Winterolympiade - belaufen sich auf rund sechs Milliarden kanadischer Dollars, rund vier Milliarden Mark. Während die Veranstalter auf ihre Erfolge verweisen, häufen sich die Stimmen der Kritiker. "Eagle Ridge Bluff" wurde dabei zum Ort des Widerstands. Der Highway nach Whistler, dem Austragungsort der alpinen Disziplinen und knappe hundert Kilometer von Vancouver entfernt, wurde in den letzten Jahren aus- gebaut. Olympiagegner wie Rex Weyler, einst Mitbegründer von Greenpeace, wehrten sich lange dagegen - vergeblich.
Eagle Ridge Bluff war ein zusammen- hängedes Naturwaldstück in der Nähe von Whistler, das nun von der neu gebauten Autobahn brutal in zwei Häften zerteilt wurde. Es hätte eine Alternative gegeben - zumindest sieht es Rex Weyler so: Man hätte die bereits bestehende Eisenbahnverbindung ausbau- en können.
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Schwerwiegend auch, die eigentlich gute Idee, in Whistler Wasserstoffbusse einzu- setzen. Ein Beispiel dafür, dass gut gemeint noch lange nicht gut gemacht bedeutet: Denn von den 80 Bussen fahren nur 20 mit Wasserstoff. Gekauft wurden sie für un- glaubliche 100 Millionen kanadische Dollar. Und der Wasserstoff muss zum Betreiben dieser Busse aus dem rund 5000 Kilometer entfernten Quebec herangeschafft werden. Eine Ökobilanz zum Heulen.
Wofür die Veranstalter nichts können, was aber dennoch negativ in der Ökobilanz zu Buche schlägt, ist das warme und reg- nerische Wetter. Wie das ZDF Umwelt- magazin am Sonntag berichtete, fahren alle zehn Minuten LKW, beladen mit Eis und Schnee, aus dem beachbarten Frazer Valley zu den Austragungsorten zum Cyprus Mountain hinauf, um dort die Winterspiele überhaupt stattfinden zu lassen. Kosten bislang: Neun Millionen Dollar. Bei derzeit durchschnittlichen zehn Grad ist absehbar, die Kosten werden weiter steigen. Über 300 000 Tonnen zusätzliches CO2 wird der Olympiazirkus vermutlich zusätzlich in die Luft ablassen.
Dennoch sollte durchaus positiv beachtet werden, was die Stadt Vancouver alles versucht, um umweltfreundliche Spiele zu gestalten: Von Toiletten mit Schmutzwasser zum Spülen, bepflanzten Dächern bis hin zu Medaillen mit Gold, Silber oder Bronze, die aus Elektroschrott gewonnen wurden. Die Veranstalter sind stolz auf ihr olympisches Umweltkonzept.
Einer der Hauptsponsoren der Spiele, Coca-Cola, will ebenfalls kräftig mithelfen, um die Spiele umweltbewusst zu machen: Die Kühlvorrichtungen operieren mit nahezu Null Treibhausgas-Emissionen, Diesel- oder Elektroautos transportieren die Getränke zu den Austragungsorten, Flaschen sollen nach den Spielen zu Hüten und Handschuhen verarbeitet und einem Obdachlosenasyl gestiftet werden. Die Möbel in einem Café |
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