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Die USA scheinen ihren einzigen militärischen Stützpunkt in einem Land, mit dem sie keine diplomatischen Beziehungen pflegen, aber nicht verlassen zu wollen. Vielleicht auch wegen der günstigen Miete. Fidel Castro verzichtet demonstrativ auf die Pachtgebühr von 4085 Dollar. Seit der Revolution werden die jährlichen Schecks aus Washington nicht mehr eingelöst. Offiziell zumindest. Castro will die Erzfeinde schon seit Jahrzehnten loshaben und fordert regelmäßig den Abzug der ungeliebten Pächter. Wie auch einige Völkerrechtler.

Die USA haben sich in den vergangenen 107 Jahren aber häuslich eingerichtet. Weil Havanna die Wasserzuleitung kappte, bauten sie eine Anlage zur Entsalzung von Meerwasser. Für die 4000 Soldaten, zivilen Angestellten und Angehörigen auf Gitmo - wie der Stützpunkt im Militärjargon heißt - gibt es Wohnhäuser, Läden, eine Post und natürlich einen McDonald's. Und außer Sichtweite, jenseits eines Höhenzugs bis auf weiteres eben auch noch ein „sicheres, humanes, legales und transparentes“ Gefangenenlager für Terrorverdächtige.
Verena HussongVerena Hussong, hussongv@tagesblick.de
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