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Das 7. Armenische Festival Golden Apricot in Eriwan zeichnete sich durch prominente Gäste aus, die sich, so wie die gast- freundlichen Armenier selbst, meist zwischen verschiedenen Kulturen bewegen. Ein entschieden weltoffenes Filmfestival, das zu seinen Widersprüchen steht. Unsere Autorin Nadja Dumouchel war in Eriwan.
Mit dem Schrei einer Eule ruft der Fremde mit dem zersausten Haar und dem irren Blick seine Geliebte, die ihm mit den gleichen Lauten antwortet. Ein kleines türkisches Dorf, an einer geheimnisvollen Grenze, die an die armenische erinnert und nicht überschritten werden darf, wird von dem seltsamen Mann Namens Kosmos in Aufruhr gebracht. Dieser vollbringt ein Wunder nach dem anderen, und sprechen kann er anscheinend nur in biblischen Metaphern,
Surreal und wirr: Der erstaunliche, nach seiner Hauptfigur benannte türkische Film, hat die diesjährige internationale Jury überzeugt. „Kosmos“ hat wenig Chancen, seinen Weg in die europäischen Kinos zu finden, aber den Hauptpreis des Golden Apricot hat er in Eriwan bekommen - und das bedeutet im Kontext der politischen Anspannungen zwischen Armenien und der Türkei viel. So viel, dass der Hauptsponsor des Festivals, der Mobilfunkanbieter Vivacell, es unterließ, den symbolischen, überdi-mensionierten Scheck in Höhe von 2 Millionen Dram auf der Bühne zu zeigen.
Sieben Tage lang und zum siebten Mal seit 2003 wurde diesem Sommer und um das Kino "Moskau" herum, der internationale Film als Mittelpunkt der armenischen Hauptstadt Eriwan gefeiert. |
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Als „Kreuzung der Kulturen” von den Organisatoren gewollt und angekündigt, standen beim Festival nicht nur die in den drei Wettbewerben „internationaler Spielfilm“, „internationaler Dokumentarfilm“ und „nationales Panorama“ konkurrierenden Filme im Vordergrund, sondern auch die Ehrung verschiedener Persönlichkeiten aus der Filmwelt. Darunter etwa der prominente Gast Claudia Cardinale oder eine dem 2002 verstorbenen Henri Verneuil gewidmete Retrospektive.
STAR DER ARMENISCHEN DIASPORA
So fand das Festival auch ganz im Zeichen des 50. Geburtstags des armenisch-kanadischen Regisseurs Atom Egoyan statt, der zugleich Präsident des diesjährigen Golden Apricot war. Sein Eröffnungsgruß spiegelt diesen Focus auf Filme unter starker Berücksichtigung der Menschen, die sie schaffen, wider: „Ein Festival existiert als eine physische, aber auch als eine meta- physische Realität, die in der Seele jedes mit Persönlichkeiten und Filmen aus der ganzen Welt interagierenden Teilnehmers verankert ist.“
Der Kult um Atom Egoyan und seine Frau Arsinée Khanjian in Eriwan geht weit über einfache Bewunderung hinaus - obwohl dieses Kind der armenischen Diaspora selbst kaum armenisch spricht. Er war derjenige, der zum ersten Mal als international anerkannter Regisseur die schmerzvolle Geschichte des armenischen Völkermords in seinem Film „Ararat“ im Jahr |
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