(„Chienne d'histoire“) des in Frankreich lebenden Diaspora-Armeniers Serge Avédikian gezeigt. Der Kurzfilm wurde dieses Jahr in Cannes mit der Goldenen Palme gekürt. Animierte Aquarelle erzählen in 15 Minuten die Geschichte der Massenvernichtung von 30.000 Straßenhunden im Istanbul des Jahres 1910. Der stumme Film, begleitet von einer eindrücklichen, fast experimentellen Musik, wird, gerade in Eriwan, als eine Metapher des armenischen Völkermords verstanden. Avédikians Schlusswort ist bezeichnend für die kulturelle Zerrissenheit der armenischen Identität: "In Cannes repräsentierte ich Frankreich, hier repräsentiere ich Armenien. Aber die Welt in der ich lebe, ist die internationale Welt des Films."
Nadja Dumouchel
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