Am Wochenende haben tausende Ägypter auf dem Kairoer Tahrir-Platz Gerichtsprozesse gegen den früheren Präsidenten Husni Mubarak sowie mehrere Politiker und Geschäftsleute aus seinem Umfeld gefordert.
Knapp zwei Monate nach dem durch die Proteste ausgelösten Rücktritt Mubaraks hatte sich bereits an Freitag die einflussreiche Muslimbruderschaft dem Aufruf mehrerer Jugendorganisationen zu einem "Tag des Prozesses und der Reinigung" angeschlossen.
Bisher wurden zwar die Konten von Mubarak, seiner Frau Susanne und ihrer Söhne Alaa und Gamal eingefroren und Ermittlungen zur Herkunft ihres Vermögens eingeleitet, doch wurde bisher niemand aus der Präsidentenfamilie vor Gericht gestellt. Mubarak lebt seit seinem Sturz am 11. Februar in dem ägyptischen Badeort Scharm el Scheich. Die Demonstranten forderten auch, Persönlichkeiten aus seinem Umfeld, die bisher nicht gerichtlich verfolgt werden, vor Gericht zu stellen. Ihnen gehen die bisher eingeleiteten Maßnahmen nicht weit genug.
Am Donnerstag tauchten auf dem Videoportal Youtube mehrere Videos auf, in denen der Armeeführung, die nach dem Rücktritt Mubaraks die Macht übernommen hat, Verrat an den Zielen des Volksaufstands vorgeworfen wird.
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