In der Ausgabe der APuZ vom 4. Juli 2011 (die APuZ ist die Beilage zur Wochenzeitung Das Parlament) gibt es einen interessanten Artikel, der den Verlust der Supermachtstellung der USA widerlegen möchte.
Messschwierigkeiten
Zuerst muss dazu aber mal gesagt werden, dass das Prädikat "Supermacht" ein schwieriges Thema ist. Denn ab wann ist man es und ab wann nicht mehr? Man kann es eigentlich nur an Handlungen der Akteure im System ablesen: wie gut sie ihre Ziele ohne Abstriche erreichen. Denn letztendlich ist Macht ja etwas relatives, da (und hier gedenken wir bitte alle dem Bart von Max Weber) es um die Durchsetzung der eigenen Interessen gegen den Widerstand Anderer geht und zwar egal mit welchen Mitteln. Davor kommt die Interessenfindung eines Staates, denn er hat ja vielleicht zwei Interessen, die sich per se gegenseitig ausschließen und muss dies in Einklang bringen. Nur wenn man weß, was die Interessen eines Staates sind, können seine Handlungen richtig interpretiert werden. Es ist also falsch zu sagen, weil Staat A dies oder das besitzt, er eine Supermacht sei. Er muss es einsetzen können und dass im Sinne seiner Interessen erfolgreich. Und all dies geht nur im Zeitverlauf und nicht durch eine Bestandsaufnahme zu einem bestimmten Zeitpunkt. |
Deshalb ist die Diskussion über die Supermachtstellung der USA immer etwas heikel, wenn man sie zu kurz fasst.
Gründe für den Machtverlust der USA
Mal abgesehen von diesen Messschwierigkeiten kann aber trotzdem einiges über die USA und ihre Stellung in der Welt gesagt werden. Jana Puglierin und Christoph Schwarz nehmen in ihrem Artikel "Das Ende der amerikanischen Supermacht nach "9/11"?" die Negativprognosen für die USA auf. Die Prognosen speisen sich z.B. aus der hohen Staatsverschuldung Amerikas durch die Kriege im nahen Osten und die damit verbundene nun einsetzende Geldknappheit für weitere Kriegshandlungen. Außerdem ist das Ansehen der USA durch die Missachtung des Völkerrechts im Irak-Krieg und fragwürdigen Erlassen wie dem Patriotic Act zur Terrorbekämpfung in der Welt gesunken. Letztendlich, und das ist wohl der offensichtlichste Grund, die Erstarkung der BRIC-Staaten, allen voran China. Denn wie gesagt Macht ist relativ, und wenn China mächtiger wird, bedeutet das Konkurrenz für den Einfluss Amerikas.
China wird wirtschaftlich mächtiger und soll die USA in ein paar Jahren überholen. Dadurch steigt die Abhhängigkeit der USA von China und damit der Druck bei Konflikten mit China einlenken zu müssen. Auch bedeutet mehr Wirtschaft mehr Geld für Militär, zwar ist bis jetzt Chinas Militär klein im Gegensatz zu den USA, |