zurück zum Archiv
Video on Demand

     |   RSS   |   Suche     
Blickpunkt Kino Bücher 
StartKultur & BuntesKino
Kino
Diesen Artikel drucken Diesen Artikel drucken Diesen Artikel weiterempfehlen Diesen Artikel weiterempfehlen
Berlinale 2010: Jury-Präsident
19.11.2009
Mit Herzog feiert die Berlinale 60. Geburtstag
Als eine der einflussreichsten Persönlich- keiten des Neuen Deutschen Films prägte Werner Herzog eine ganze Ära von Film- schaffenden. Der 1942 in München geborene Sohn eines deutschen Vaters und einer kroatischen Mutter wuchs in einem bayerischen Dorf auf, wohin die Familie aus Furcht vor Bombenangriffen gezogen war. Seinen ersten Film sah er in der Dorfschule, mit knapp 20 stand er zum ersten Mal selbst hinter der Kamera. In seiner knapp 50jährigen Filmkarriere schuf er über 50 Filme. Neben den bekannten Spielfilmen stehen dabei ebenso beeindruckende dokumentarische Arbeiten. Zudem machte er sich als Opern-regisseur, Autor, Produzent und Schauspieler einen Namen und engagiert sich mit seiner Rogue Film School für den Filmnachwuchs. Das TIME Magazin wählte Werner Herzog 2009 zu einer der 100 einflussreichsten Personen weltweit.

Bereits für sein Spielfilmdebüt "Lebens- zeichen"" (1968) wurde er mit dem Silbernen Bären für den Besten Erstlingsfilm auf der Berlinale 1968 und mit dem Deutschen Filmpreis als Bester Erster Film ausge- zeichnet. Herzogs Werk umfasst neben internationalen Spielfilmen wie Aguirre, der Zorn Gottes" (1972), "Jeder für sich und Gott gegen alle" (Spezialpreis der Jury 1975 in Cannes), "Nosferatu - Phantom der Nacht" (1979), "Fitzcarraldo" (1982, Silberne Palme in Cannes für die beste Regie), "Cobra Verde" (1987) und "Rescue Dawn" (2006)
auch zahlreiche Dokumentarfilme, darunter "Grizzly Man" (2005) und "Encounters at the End of the World" (2007), für den er 2009 eine Oscar-Nominierung erhielt. Über seine Zusammenarbeit mit Klaus Kinski, der in fünf seiner Filme die Hauptrolle spielte, drehte er 1999 den Dokumentarfilm "Mein liebster Feind". Seit Mitte der 80er Jahre widmet sich Werner Herzog auch der Oper und inszenierte unter anderem bei den Bayreuther Festspielen und an der Mailänder Scala, außerdem hat er in den vergangenen Jahren auch zunehmend als Schauspieler gearbeitet, u.a. in Harmony Korines "Julien Donkey Boy" (1999).

Werner Herzog wurde mit zahlreichen Aus- zeichnungen großer internationaler Film- festivals geehrt. Bei der Berlinale präsentierte er im Wettbewerb bereits zwei Filme: 1968 "Lebenszeichen" und 1979 "Nosferatu - Phantom der Nacht". Zuletzt war er 2009 mit gleich zwei Filmen im Wettbewerb der Filmfestspiele in Venedig vertreten: "My Son, My Son, What Have Ye Done" (2009) und "Bad Lieutenant: Port of Call New Orleans" (2009).

Seine Sammlung, bestehend aus Dreh- büchern, Fotos, Plakaten, Produktions- unterlagen und Filmrequisiten, hat Werner Herzog vor kurzem der Deutschen Kinema- thek - Museum für Film und Fernsehen zur Archivierung und dauerhaften Pflege übergeben.

tagesblick.de - Die Redaktiontagesblick.de - Die Redaktion, redaktion@tagesblick.de
zu den Autoren
 
0 Kommentare
Einen Kommentar hinterlassen:  (Bitte alle Felder ausfüllen!)
 
Name:
 
E-Mail:
 
Kommentar:
 
Spam-Schutz: 
 
Kino
Rubrikartikel
"Berlinale goes Kiez" 2012 ...mehr
Filmstudio Babelsberg in Potsdam wird am Sonntag 100 Jahre alt ...mehr
Was wäre wenn.. ...mehr
Melancholia - ein mitreißendes Meisterwerk ...mehr
Hilfe, die Wikinger kommen wieder!  ...mehr
Webtrends
Rubrikartikel
Gamification - Wie Spiele die Welt verändern ...mehr
Datenschützer Caspar zu facebook: "Zeit der Verhandlungen ist jetzt vorüber" ...mehr
iPad3 - Mit LTE die Revultion im mobilen Datentransfer. ...mehr
Personenidentifizierung per Smartphone ...mehr
Google versucht im dritten Anlauf doch noch im Social Media Markt mitzumischen. ...mehr


Kinozum Archiv