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Zum 18. Geburtstag überreicht Georgs Mutter ihm einen großen Briefumschlag, das Vermächtnis seines Vaters, der vor zehn Jahren nach schwerer Krankheit starb. Der Sohn hat alle Erinnerung verdrängt, wohl auch, weil seine Kindheit trotz großer Vertrautheit und Nähe zum Vater von dessen Leiden überschattet war. Was ihm der Vater jetzt posthum schenkt, ist die Geschichte seiner großen Liebe zu einer geheim- nisvollen jungen Frau, deren wahre Identität sich erst am Ende offenbart. Jan Olav begegnet der schwarzäugigen Schönen zum ersten Mal in einer überfüllten Straßenbahn in Oslo. Sie hat eine große Tüte Orangen im Arm, die durch den Wagen kullern, als die Bahn ruckartig hält. Während er den Kavalier gibt und die Orangen aufzusammeln versucht, steigt sie unbekümmert aus und ward nicht mehr gesehen. Aber der Moment hat genügt, Jan Olav ist verzaubert und verliebt. Tagelang sucht er sein "Orangen- mädchen“, seine kleine Prinzessin vom anderen Planeten, die ihn aus dem studen- tischen Alltagstrott erlösen soll. Er findet sie, nur um sie wieder zu verlieren. Viel später, als er ihr durch halb Europa nachreist, erfährt er, dass sie bereits eine gemeinsame Ge- schichte haben.
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Während Georg, unterwegs in den Skiurlaub, die Briefe des Vaters liest, entfaltet sich die Liebesgeschichte in Rückblenden. Georg reizt der Wintersport weniger als die Möglichkeit, in der klaren Gebirgsluft mit dem Teleskop nach Kometen Ausschau zu halten. Auch ihm ist in eine Liebesgeschichte beschieden. Hier entfernt sich der Filmplot von der Buchvorlage. Die Parallelhandlung ist gut gemeint: Die eigene Verliebtheit hilft dem Sohn, den Vater zu verstehen; gleichzeitig ermöglicht die Geschichte des Vaters dem Sohn die Entdeckung seiner eigenen verborgenen und verdrängten emotionalen Welt. Allerdings sind im Film die Parallelen oft zu weit getrieben, etwa wenn die junge Stella (wie soll die Liebe eines Sternguckers denn sonst heißen?) Georg eine Orange anbietet.
In der Verflechtung der Zeitebenen und Le- bensläufe, der Jahreszeiten und Stimmungen entfaltet der Film eine gewisse Stärke, ohne jedoch zu einer eigenständigen Bildsprache zu finden. Stattdessen sucht die Kamera teilweise krampfhaft nach neuen Blickwinkeln und fängt doch nur flache, eindimensionale Bilder ein. |
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