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Kurz nach dem Fall der Mauer wollen die beiden Freunde Tom und Veit ihre neu gewonnene Freiheit nutzen und soweit wie möglich nach Westen reisen, nach San Francisco. Während für Tom (Matthias Schweighöfer) die Abenteuerlust im Vordergrund steht, möchte Veit (Friedrich Mücke) in San Francisco seinen Vater finden, der aus der DDR geflohen ist und jedes Jahr an Veits Geburtstag eine Karte schickt. Da das Geld nur für einen Flug nach New York reicht, steht den beiden Hauptdarstellern ein Trip quer durch die Vereinigten Staaten bevor, ohne Geld und mit nur bescheidenen Englischkenntnissen.
Diese Story, die auf wahren Erlebnissen eines der Produzenten des Films, Tom Zickler, basiert, könnte Stoff für ein unterhaltsames und abwechslungsreiches Roadmovie mit interessanten Charakteren und unerwarteten Ereignissen bieten. Leider kommt der Film über eine Aneinanderreihung gängiger Klischees und müder Gags nicht hinaus. Mögen die mangelhaften Englischkenntnisse der beiden Protagonisten und die daraus entstehenden Missverständnisse zunächst noch für Unterhaltung sorgen, wirken die folgenden Entwicklungen arg überzeichnet: |
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Sie treffen auf ihrer Reise eine Gruppe von, nun ja, Motorrad-Rockern, von denen einer Tom und Veit einen Wagen übergibt, den sie seinem Bruder, der in der Nähe von San Francisco wohnt, übergeben sollen. Unterwegs treffen sie auf eine Frau namens Zoe mit deutscher Mutter, die sich den beiden aus unerfindlichen Gründen anschließt. Höhepunkt dieser Ossis-machen-sich-zum-Klops-Klamotte ist die Nacht, in der die zwei Weltenbummler zu den Klängen kommunistischer Kampflieder in einem amerikanischen Schwulenclub strippen, um Geld für Toms Zahnarztbehandlung zu verdienen.
Da gerät es schon fast zur Nebensache, dass jener Mann, der Veit jährlich die Geburtstagskarten schickt, gar nicht dessen Vater ist, sondern ein ehemaliger DDR-Bürger, dem seine gewünschte Ausreise unter einer Bedingung genehmigt wurde: Er schreibt mehreren in der DDR lebenden Menschen solche Geburtstagsgrüße, deren Väter angeblich geflohen sind. Tatsäschlich jedoch wurden diese Menschen an der Grenze erschossen, so auch Veits Vater. Dieser Aspekt, dessen Aufarbeitung sicherlich einen eigenen Film verdient hätte, wirkt vor dieser ansonsten peinlich-lustigen Kulisse geradezu fremd; zumal Tom und Veit schon in der nächsten und letzten Szene des Films den Wagen dann doch noch gut gelaunt an den Bruder des zuvor erwähnten Rockers übergeben. |
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